DonnerstagDo., 7. Juli 2022
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Ort: Ingelheim
Klimaschutz, 21. Juni 2022

Bauhof spart CO2 ein: Stadt beschafft modernes Elektrofahrzeug zur Straßenreinigung

Um das Ziel „CO₂-neutrales Ingelheim“ zu erreichen, möchte die Stadtverwaltung in vielen Bereichen beispielhaft vorangehen. So wird zum Beispiel bei Neuanschaffungen im eigenen Fuhrpark stets geprüft, ob eine nachhaltigere Fahrzeugvariante eingesetzt werden kann. Im Falle eines neuen Straßenreinigungsfahrzeuges für den Bauhof kommt nun ein e-Modell zum Einsatz. Vor einigen Wochen wurde das Fahrzeug in Betrieb genommen und wird seither ausgiebig getestet. Im Arbeitsalltag macht das Modell der französischen Marke „Goupil“ eine rundum gute Figur, sowohl im Handling, als auch hinsichtlich der Batterieleistung. „Wir testen das Fahrzeug unter ganz normalen Bedingungen im gesamten Stadtgebiet, um der Batterie auch Steigungen zuzumuten. Die Resultate sind sehr gut, bislang kamen die Kollegen immer mit einem Rest Laufzeit zurück“, berichtet Karlheinz Linek, Mitarbeiter des Bauhofs im Bereich Instandhaltung und Straßenreinigung.

Die Beigeordnete und Umweltdezernentin Dr. Christiane Döll weist auf die Bedeutung nachhaltiger Mobilität hin: „Wir investieren hierbei in den Umwelt- und Klimaschutz und damit in die Zukunft. Selbstverständlich schauen wir bei der Beschaffung neuer Fahrzeuge aber auch auf die Funktionalität für den Arbeitseinsatz. Im Fall des Straßenreinigungsfahrzeugs stimmt das Gesamtpaket.“ Die Umstellung auf nachhaltige Antriebe geschieht dabei mit Augenmaß. Erst, wenn Fahrzeuge aufgrund von Alter oder Beschädigungen nicht mehr eingesetzt werden können, wird Ersatz beschafft. Für manche Modelle gibt es derzeit auch keine Alternative zu einem Verbrenner-Modell. Dennoch sieht Bauhofleiter Matthias Albrecht viel Potential: „Ein großer Teil unseres Fuhrparks kann innerhalb der nächsten 10 bis 20 Jahre auf Elektroantrieb umgestellt werden.“ Für das Haushaltsjahr 2022 ist die Beschaffung von zwei weiteren e-Fahrzeugen für den Bauhof in Planung.

Bürgerinnen und Bürger, die im Stadtgebiet nach dem Fahrzeug Ausschau halten, werden das Fahrzeug übrigens nicht an einem „E“ am Ende des Nummernschildes erkennen können. Der Grund hierfür ist rein formaler Natur: Aufgrund der üblichen Logik der Bauhof-Nummernschilder hat für den zusätzlichen Buchstaben schlicht und einfach der Platz gefehlt.

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