Prävention statt Nachsorge
Ort: Ingelheim
Tags: Gesundheit, Akupunktur, Naturheilkunde

Mit Naturheilkunde die Selbstheilungskräfte aktivieren

"Die natürliche Kraft in Jedem von uns ist die größte Kraft, um wieder gesund zu werden. Vordringliche Aufgabe der Medizin ist daher, alles, was diese natürliche Heilkraft stärkt, in jedem Menschen zu fördern."

Soweit Sokrates ...

Was kann die Naturheilkunde in der heutigen Zeit tun, um unsere Gesundheit wieder herzustellen oder zu erhalten? Hierzu fragen wir den erfahrenen Heilpraktiker Hans-Joachim Ternes, Betreiber der Naturheilpraxis Ingelheim, Verbandsvorsitzender des Fachverbandes UDH-RLP und Dozent an einer Fachschule.

„Um denen zu helfen, die zu uns kommen, können wir auf modernste Diagnostik und zahlreiche Therapiemöglichkeiten zurückgreifen, die wir je nach Indikation individuell kombinieren. Doch der größte Erfolg stellt sich ein, wenn es uns gelingt, die natürliche Heilkraft des Menschen selbst zu aktivieren“, so der Therapeut.

„Gerade Schmerz- und Allergiepatienten haben oft eine lange Leidensgeschichte hinter sich. Ein offenes Ohr und ein offenes Herz für unsere Patienten sind ebenso wichtige Zutaten wie unsere hohe Qualifikation, langjährige Erfahrung und permanente Weiterbildung.

Und wir denken nicht nur an den kurzfristigen Behandlungserfolg, sondern wollen nachhaltig sein. Deshalb ist ein Teil unserer Therapie immer auch die Prophylaxe: Hilfe zur Selbsthilfe in natürlicher Form.“

Die moderne Naturheilkunde von heute steht nicht in Konkurrenz zur Schulmedizin, sondern lässt sich von dieser ergänzen. Die weit verbreitete Denkweise, bei jedem Problem wird es schon ein chemisches Präparat geben, das die Symptome unterdrückt, sollte sich langsam überholen. Langjährige Schmerzpatienten oder Menschen mit chronischen Leiden machen diese leidvolle Erfahrung und wissen sehr wohl, was damit gemeint ist. Eine immer höhere Dosis, immer mehr Medikamente, immer mehr Einschränkungen der Lebensqualität sind nicht die Lösung der Probleme unserer heutigen Zeit.

Nur wenn der erfahrene Therapeut es schafft, die Selbstheilung zu aktivieren, hat der Patient eine Chance auf Nachhaltigkeit. Und natürlich sollte das Auffinden der tatsächlichen Ursache(n) für die Beschwerden nicht zu früh aufgegeben werden.

Wenn ein Patient eine Beckenschiefstellung hat und die Wirbelsäule dadurch ihre korrekte Position aufgibt, macht es wenig Sinn, dem Patienten, der aufgrund dessen irgendwann mit chronischen Kopfschmerzen in die Praxis kommt, mit Schmerztabletten zu versorgen. Vielmehr muss der komplette Bewegungsapparat strukturell optimiert werden, damit der Kopf keinen Grund mehr hat, Schmerz auszusenden.

Zu einer Gesundung gehören natürlich auch diverse Basistherapien, die das Fundament zur Wiedererlangung des Wohlbefindens darstellen. Hierzu gehört eine Regulierung des Darmes, über den ein Großteil unserer Immunabwehr läuft, ebenso wie eine systemische Entgiftung, Entsäuerung und Entschlackung des Körpers.

Außerdem muss nach der Versorgung mit Mineralien und Nährstoffen geschaut werden. Ist dies ausreichend über die Ernährung möglich oder sollte durch separate Einnahme substituiert werden? Hier hat jeder Körper seine individuellen Anforderungen, weswegen moderne Praxen wie die Naturheilpraxis Ingelheim als Mitglied in der Laborgemeinschaft Deutscher Heilpraktiker außer einer Ernährungsberatung die erforderlichen Parameter labordiagnostisch validiert und mit dem Patienten seinen ganz persönlichen Fahrplan erstellt.

Auch Nahrungsmittelunverträglichkeiten sind ein immer größeres Thema im Praxisalltag. Leider ist es nicht so, dass man mögliche Unverträglichkeiten unmittelbar nach dem Verzehr spürt. Manches nimmt der Patient später wahr, manches an ganz anderer Stelle des Körpers und manches gar nicht. Diese durch Unverträglichkeiten hervorgerufenen, oft stillen Entzündungen sind Ursache vieler Beschwerdebilder. Auch hier muss am Anfang eine labormedizinische Diagnostik erfolgen, um präzise Aussagen treffen zu können. Nach einer gewissen Karenzphase kann der Therapeut dann versuchen, durch Einsatz geeigneter Therapieverfahren das Problem dauerhaft zu beheben.

Die Ernährung ist ohnehin bei vielen Beschwerdebildern ein zentrales Thema. Hierzu Herr Ternes:

„Die deutlich zunehmende Zahl von Patienten mit Unverträglichkeiten und Allergien hat zum Teil sicher mit den verbesserten diagnostischen Möglichkeiten zu tun. Vieles wird eher erkannt, was früher verborgen blieb.

Aber die Qualität der Nahrung ist ebenfalls problematisch. Genmanipulierte Getreide, antibiotikaverseuchtes Fleisch, gespritztes Obst und Gemüse, viel zu viel Zucker, Konservierungs- und Zusatzstoffe, Fast Food - all das ist in einer sich immer schneller drehenden Welt mit immer weniger Zeit zum Essen eine fatale Kombination.

Viele Menschen achten mehr auf ein sauberes Auto als auf ihren Körper. Es werden Unsummen für alles Mögliche ausgegeben, an der eigenen Gesundheit und auch am Essen wird oft gespart.

Hier sollte jeder im Rahmen seiner Möglichkeiten eigenverantwortlich handeln und sich nicht auf die schulmedizinische Versorgung verlassen. Diese springt nämlich erst ein, wenn das Problem bereits deutlich spürbar ist und nicht dann, wenn es gilt, es zu vermeiden.“

Mit welchen Beschwerden kommen die Patienten denn zu Ihnen in die Praxis, wollten wir von Herrn Ternes wissen:

„Die Patienten kommen im Prinzip mit der ganzen Bandbreite möglicher Beschwerden zu meiner Kollegin und mir. Dazu zählen schwerpunktmäßig chronische oder akute Schmerzzustände, Immunschwäche, Allergien, Unverträglichkeiten, Hauterkrankungen, Stoffwechselbelastungen, hormonelle Dysbalancen und onkologische Patienten.

Hierbei versuchen wir immer, den Patienten im Fokus zu lassen und arbeiten mit einigen Therapeuten anderer Fachrichtungen und div. Fachärzten eng zusammen.

Wichtig ist uns vor allem, dass der Patient versteht, warum wir etwas machen. Daher sind wir immer bestrebt, ihn mitzunehmen auf seinem Weg und mit ihm über die gesamte Therapie stets in engem Kontakt zu bleiben.

Ein großes Anliegen ist die Nachhaltigkeit. Das heißt ganz konkret, ihn nach Abschluss der Therapie zu beraten, um die Gründe, die zu dem Problem geführt haben, künftig zu vermeiden.“

Es gibt nie Garantien in der Medizin, auch nicht in der Naturheilkunde. Es geht darum, Wahrscheinlichkeiten zu erhöhen. Dies hat die besten Erfolgsaussichten, wenn es nicht um Konfrontation der „beiden Lager“ geht, sondern Hand in Hand im Sinne und zum Besten des Patienten funktioniert. Nur darum geht es: Um das Wohl des Patienten mit der für ihn besten und nachhaltigsten Methode.

"Medicus curat, natura sanat.“ Sinngemäß heißt das: "Der Arzt therapiert, die Natur heilt."

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