GRAN TORINO: Ein Thriller über offenen Rassism...
Ort: Weingut Multatuli, Im Tiefenweg, Ingelheim
Beginn: 17.10.2019, 18:00 Uhr
Ende: 17.10.2019, 23:30 Uhr
Tags: Film, Thriller, Rassismus

„GRAN TORINO“ - Ein Thriller über offenen Rassismus und das Gegenmittel Liebe ...

• Donnerstag, 17. Oktober 2019 Weingut Multatuli, Im Tiefenweg, Ingelheim (Ortausgang Richtung Wackernheim rechts)
• Einlass 18:00 Uhr
Beginn 19:00 Uhr
VVK 10 € bei Buch Wagner und Kunst&Werk
Regie: Clint Eastwood, USA 2009

Einführung in das Werk von Clint Eastwood: den Filmfreunden ist es gelungen, den Darmstädter Regisseur und Produzenten Dennis Baumann von Badehaus Film für eine Einführung in das Werk von Clint Eastwood zu gewinnen. Außerdem wird er eine Szene des Films analysieren und damit das Handwerk des Filmemachens veranschaulichen.

Zum Film:

Das 72-er Modell „Ford Gran Torino“ ist der ganze Stolz des ehemaligen Autobauers Walt (Clint Eastwood). Der Oldtimer steht in der Garage: ungefahren, aber top-gepflegt. Ansonsten pflegt Walt vor allem Vorurteile gegen seine Nachbarn, meist von der Veranda aus, wo er allein sitzt und Dosenbier trinkt. Einst hat er in Korea gekämpft. Nun muss er ansehen, wie all diese Asiaten – vom Volk der „Hmong“ – in sein Detroiter Viertel kommen, die falschen Autos ins Land bringen und lauter scheußliche Dinge tun. Walt grantelt sich durch sein Leben. Damit verschont er nicht einmal den eigenen Yuppie-Sohn und die gepiercte Enkelin. Die Dinge geraten in Bewegung, als Walt eher aus Zufall zum Helden der Nachbarschaft aufsteigt und von den „Hmong“ geradezu mit einer Welle aus Liebe überschüttet wird.

Clint Eastwood ist neben Robert Redford der letzte aus der Garde der alten Hollwood-Heroen. Zuerst war er der „bleiche Reiter“ im Italo-Western, der stumm und unerbittlich dem eigenen Gesetz zur Geltung verhalf. Genauso konsequent räumte Eastwood als „Dirty Harry“ in der Unterwelt New Yorks auf. Spät in seiner Schauspieler-Karriere übernahm er die Regie einiger Filme, darunter Meisterwerke im Spätwestern und im Box-Film. Manches geriet ihm dabei allzu republikanisch, denn wie das Symbol „Gran Torino“ steht Eastwood offen für konservativ-amerikanische Werte ein. Stets zählt echtes Schaffen, echte Anstregung; und es gilt das Wort des Mannes, der erkennt, was zu tun ist, wenn er gefordert wird. Umso amüsanter ist es, die Bastion dieses zornigen weißen Mannes geschliffen zu sehen durch Mächte, die selbst sein Herz erweichen. Eastwood wird selbst-ironisch: Das ist die schöne Pointe einer einzigartigen Karriere. Die Freunde Ingelheimer Filmkultur wünschen sich seit langem, Clint Eastwood einen Abend lang zu feiern. Nun ist es soweit.

Mehr Infos: http://www.filmfreunde-ingelheim.de oder auf Facebook

Bildquelle: F!F - Freunde Ingelheimer Filmkultur e.V.

Auch Interessant:
Anzeigen