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Lokal • 2. Februar 2026

Kunstwerk Ingelheimer Freundschaft eröffnet Kunst am Bau

Formen und Symbole erzählen im neuen Dienstgebäude der Kreisverwaltung Mainz-Bingen von Freundschaft, Vielfalt und internationaler Partnerschaft: Landrat Thomas Barth stellte jetzt die künstlerisch gestaltet Tapete „Ingelheimer Freundschaft“ der Öffentlichkeit vor. Sie ist das das erste von zwei geplanten Kunst-am-Bau-Werken im Dienstgebäude II.

Die Kunst-Tapete des Berliner Künstlers Bastian Muhr übersetzt internationale Beziehungen des Landkreises in eine zeitgemäße Bildsprache. Sie verbindet fünf handgezeichnete Symbole aus den Wappen des Landkreises Mainz-Bingen und seiner Partnerregionen zu einer neuen abstrakten Form. Verwendet wurden das Rad für den Landkreis Mainz-Bingen, die Leiter für die Provinz Verona in Italien, die Lilie für den Landkreis Nysa in Polen, der Agaseke-Korb für den Sektorenverbund Kirehe in Ruanda sowie Lilie und Schrägbalken für die Region Burgund in Frankreich.

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Die Motive verteilen sich scheinbar zufällig über die Wandfläche. Ihre Gestaltung erlaubt es, dass sich einzelne Formen miteinander verbinden und neue Kombinationen entstehen. So greifen etwa Agaseke-Korb und Lilie die Leiter auf und erweitern sie zu einem neuen Gebilde. Aus fünf Grundformen entwickeln sich so zahlreiche formale Neuschöpfungen, die den Gedanken von Vielfalt und Zusammenhalt visuell erlebbar machen.

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Die Anordnung der Symbole entstand mithilfe eines eigens entwickelten Computerprogramms. Anders als bei klassischen Mustertapeten wiederholt sich das Motiv nicht regelmäßig. Es gibt keinen Rapport. Jede Stelle der Wand bleibt einzigartig. Das Werk interpretiert Prinzipien der Innenraumgestaltung neu und überträgt sie in eine moderne, offene Formensprache.

Installiert ist die Tapete aktuell im Foyer Dienstgebäudes II sowie im Besprechungsraum im ersten Obergeschoss. Weitere Installationen sind in den Eingangsbereichen der Dienstgebäude, im Gesundheitsamt, in den Zulassungsstellen und in weiteren Räumen des Dienstgebäudes II geplant.

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Landrat Thomas Barth erklärt: „Unsere internationalen Partnerschaften leben vom Austausch und vom Miteinander. Das Kunstwerk zeigt genau das, es verbindet unterschiedliche Symbole zu etwas Neuem und macht die Partnerschaften im Alltag unserer Verwaltung sichtbar.“

Für Kunst am Bau standen nach Landesvorgaben 250.000 Euro zur Verfügung. Die Auswahl erfolgte über einen verpflichtenden Wettbewerb mit 16 teilnehmenden Künstlerinnen und Künstlern. Eine unabhängige Fachjury bestimmte zwei Siegerentwürfe. Der Kreisausschuss beschloss die Umsetzung und beauftragte die Realisierung. Beide Werke sollen bis Mitte 2026 fertiggestellt sein.

Der Empfang zur Eröffnung setzte ein bewusstes Zeichen: für den Start von Kunst am Bau im neuen Verwaltungsgebäude, für die Würdigung internationaler Partnerschaften und für eine Kreisverwaltung, die Verwaltung, Kultur und Begegnung aktiv miteinander verbindet.

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