Literarisches Lesegut
Wenn jetzt die Ingelheimer Landfrauen in ihrem Programm eine „Lesung“ anbieten, denkt man unwillkürlich – zumal in der Rotweinstadt – an eine Art Weinprobe. Probe ist richtig – aber nicht von Weinen. Vielmehr geht es dabei um Bücher. Wie oft wurde das Buch schon für tot erklärt – und dennoch erfreut es sich nach wie vor großer Beliebtheit. Und sind wir mal ehrlich. In einem schön gestalteten Buch zu blättern ist doch ein anderes Kulturerlebnis als das Scrollen in einem e-Book!
Das wird sicher auch Sabine Kruesemer von der Buchhandlung „Herr Holgersson“ in Gau-Algesheim so sehen. Sie bringt nämlich zu dieser Veranstaltung ihre Lieblingsbücher mit und liest daraus vor. Dabei wird klar werden, welche Emotionen die Worte wecken können, die da zu Papier gebracht wurden. Literatur ist eben viel mehr als bloß ein Lesestoff, den man einfach konsumiert. Sie macht deutlich, welche Rolle das geschriebene Wort spielen kann. Zumal in einer Gesellschaft, in der von KI generierte Texte vorgaukeln, ein Produkt des geistigen Schaffens eines menschlichen Individuums zu sein.
Die Landfrauen-Bewegung fühlt sich seit jeher auch unserem kulturellen Erbe verpflichtet, das sich auch in Büchern manifestiert. Und so ist es auch nur konsequent, wenn ihre regionalen Untergliederungen mit einer solchen Veranstaltung dieses Erbe würdigen – und das in der für sie passenden Form. Wer dies miterleben möchte, ist willkommen bei der „Lesung im Kloster Engelthal“ in Ingelheim. In „Wasems Kulturscheune“ wartet auf das Publikum neben literarischen Häppchen noch ein Imbiss – und das für 14 €!
Wer dabei sein will, sollte sich den Termin vormerken: Donnerstag, der 26. Februar 2026
ab 18:30 Uhr
in „Wasems Kulturscheune“ in Ingelheim.
Anmelden können sich Interessierte gerne per Mail unter der bekannten Adresse Landfrauen.Ingelheim@gmx.de oder info@weingut-stritter.de.
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