Demenz im Alltag begegnen: Klappstuhl bringt Beratung direkt zu den Menschen
Mitten im Alltag ins Gespräch kommen: Genau das ermöglicht das Projekt „Klappstuhl“. Wer Fragen zum Thema Demenz hat, sich Sorgen um Angehörige macht oder einfach mehr über die Erkrankung erfahren möchte, ist hier genau richtig. Jetzt stand der Stuhl vor der Kreisverwaltung Mainz-Bingen in Ingelheim bereit. Menschen, die zufällig vorbeikamen, hielten an und teilten ihre Geschichten und Erfahrungen. Andere Bürgerinnen und Bürger kamen ganz gezielt vor die Kreisverwaltung und nahmen auf den Stühlen Platz, um das Gespräch zu suchen.
Der „Klappstuhl“ ist ein mobiles Gesprächsangebot des Netzwerks Demenz Mainz-Bingen. Mit einem Klappstuhl und einem Koffer voller Informationsmaterial kommen die Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner direkt an öffentliche Orte. Dort laden sie Menschen unkompliziert zum Gespräch ein – ohne Anmeldung, ohne feste Termine und ohne Hemmschwelle. Bürgerinnen und Bürger können Fragen rund um das Thema Demenz stellen, sich über Unterstützungsangebote informieren oder einfach ihre Erfahrungen teilen. Ziel ist es, das Thema Demenz sichtbar zu machen, Berührungsängste abzubauen und Hilfe niedrigschwellig zugänglich zu machen.
Entstanden ist die Idee aus der Erfahrung, dass Informationen und Hilfsangebote rund um Demenz häufig schwer zugänglich sind oder Betroffene und Angehörige Hemmungen haben, Unterstützung zu suchen. Statt großer Fachveranstaltungen setzt das Netzwerk bewusst auf persönliche Gespräche in lockerer Atmosphäre.
Weitere Stationen des Projekts sind am 20. Mai auf dem Marktplatz in Gau-Bischofsheim, am 21. Mai auf dem Marktplatz in Budenheim sowie am 11. Juni vor dem Rathaus in Guntersblum geplant.
Interessierte Bürgerinnen und Bürger können das Angebot weiterhin über das Netzwerk Demenz Mainz-Bingen buchen. Weitere Informationen gibt es unter https://www.netzwerkdemenz-mainzbingen.de









