25 Jahre Partnerschaft mit Nysa: Zum Jubiläum viele Zukunftsideen geschmiedet
Katastrophenschutz, Studierendenaustausch und internationaler Jugendaustausch: Drei wichtige Pfeiler, auf denen die Partnerschaft zwischen dem Landkreis Mainz-Bingen und dem polnischen Partnerlandkreis Nysa steht und künftig verstärkt werden soll. Beim Besuch einer Delegation aus Mainz-Bingen in Nysa zum 25-jährigen Jubiläum der Verbindung identifizierten Landrat Thomas Barth und sein polnischer Amtskollege Landrat Daniel Palimąka außerdem die Bildung als vierte Stütze für die gute Freundschaft.
Die Partnerschaft ist in den 25 Jahren Ihres Bestehens an mehr als 100 Begegnungen, gemeinsamen Projekten und persönlichen Kontakten gewachsen. Vor allem die Hilfsaktionen nach den großen Überschwemmungen 2001 und 2024 sind den polnischen Partnern noch in guter Erinnerung. Beim Festakt zum Jubiläum in der Aula des Carolinum Nysa zeichnete Landrat Daniel Palimąka seinen Amtskollegen Thomas Barth für den Landkreis Mainz-Bingen mit der „Cordialis“-Statuette aus – als Dank und Anerkennung für die großen Hilfen aus Mainz-Bingen. Musikalisch begleitet wurde der Abend von Mikołaj Chojecki, kulinarisch versorgten die Landfrauen aus vier Gemeinden mit handgefertigten regionalen Köstlichkeiten.
Beim Blick in die Zukunft waren sich die beiden Landräte einig: Ziel ist es, die Partnerschaft noch stärker mit Leben zu füllen und vor allem junge Menschen für den europäischen Austausch zu begeistern. Dazu gibt es außerdem die Überlegung, im südlichen Landkreis eine neue Partnerschaft aufzubauen – möglicherweise mit der Stadt Oppenheim – und damit neben den Partnerschaften zwischen Ingelheim und der Stadt Nysa sowie der Verbandsgemeinde Nieder-Olm und Głuchołazy zusätzliche Verbindungen zu schaffen.
Auch im Bildungsbereich gibt es neue Impulse: Die Förderschulen in Nysa und Nieder-Olm sollen wieder stärker zusammenfinden und ihre Zusammenarbeit erneut aufnehmen, um Begegnungen sowie gemeinsame Projekte für Schülerinnen und Schüler zu ermöglichen. Mit dabei war auch Prof. Dr. Antje Krause, Präsidentin der TH Bingen: „Die Reise in unsere Partnerregion Nysa war für mich ein eindrucksvolles Zeichen gelebter europäischer Zusammenarbeit. Der persönliche Austausch mit unserer Erasmus+-Partnerhochschule vor Ort war ausgesprochen wertvoll und hat eine gute Grundlage geschaffen, um die Partnerschaft zwischen der TH Bingen und der Hochschule Nysa weiter auszubauen.“
Die Delegation aus Vertretern des Kreistages, Verwaltung und Hochschule erlebte ein abwechslungsreiches Programm – mit einer Stadtführung durch Breslau, Führung durch die Stadt Nysa inklusive dem historischen Museum sowie der Basilika St. Jakobus und Agnes, der größten Kirche der Stadt. Dabei wurde im Innenhof des Museums eine Partnerschaftsbank eingeweiht. „Ein wunderbarer Ort um zu verweilen und die Partnerschaft Revue passieren zu lassen und neue Ideen zu gewinnen“, sagte Mirosław Aranowicz, ehemaliger Vorsitzender des Kreisrats in Nysa. Zum Abschluss der Reise stand die neugotische Backsteinkirche St. Urban aus dem Jahr 1884, der „Heiligen Rita“, auf dem Programm, die durch das Ehepaar Hedwig und Urban Kunze aus dem ehemaligen Glumpenau, dem heutigen Głębinów, finanziert wurde und seither als Pilgerstätte der Menschen aus nah und fern dienst.
„Das Jubiläumstreffen hat gezeigt, die Partnerschaft zwischen unseren beiden Landkreisen lebt von Begegnungen, gegenseitigem Verständnis und dem gemeinsamen Blick nach vorn. Nach 25 erfolgreichen Jahren haben wir vereinbart, dass wir die Verbindung weiterwachsen lassen wollen und verstärkt die jungen Generationen erreichen wollen“, sagte Landrat Thomas Barth. Landrat Daniel Palimąka sagte: „Die 25-jährige Partnerschaft zwischen dem Landkreis Nysa und dem Landkreis Mainz-Bingen ist ein schönes Beispiel dafür, wie gegenseitiges Vertrauen, Offenheit und Engagement dauerhafte Beziehungen zwischen den Kommunalverwaltungen und den Bürgerinnen und Bürgern aufbauen können. Ich danke allen, die diese Zusammenarbeit über die Jahre hinweg mitgestaltet und gemeinsame Projekte und Initiativen umgesetzt haben. Mein besonderer Dank gilt unseren Partnern aus Mainz-Bingen für ihre Freundschaft und ihre Bereitschaft zum gemeinsamen Handeln. Ich bin überzeugt, dass vor uns weitere Jahre fruchtbarer Zusammenarbeit, neuer Ideen und gemeinsamer Erfolge liegen. Möge dieses Jubiläum eine Inspiration sein, unsere Beziehungen weiter zu festigen."
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