Sondervermögen bringt Landkreis voran - 165,8 Millionen Euro für Mainz-Bingen
165,8 Millionen Euro fließen aus dem Sondervermögen „Rheinland-Pfalz-Plan für Bildung, Klima und Infrastruktur“ in den kommenden Jahren in den Landkreis Mainz-Bingen. Der Kreistag stimmte jetzt dafür, dass zwei Drittel des Geldes direkt in die Verbandsgemeinden fließen. Für die kreisangehörigen Kommunen stehen somit rund 110,5 Millionen Euro zur Verfügung. Beim Landkreis selbst verbleiben 55,3 Millionen Euro. „Das ist eine erhebliche Summe und zugleich eine große Chance, notwendige Investitionen in unserer Region umzusetzen“, sagte Landrat Thomas Barth im Kreistag.
„Wichtig war uns bei der Erarbeitung des regionalen Umsetzungskonzepts von Anfang an, dass wir hier nicht alleine als Landkreis entscheiden. Die Mittel sollen gemeinsam mit unseren Kommunen eingesetzt werden. Deshalb haben wir die hauptamtlich geführten Kommunen in die Erarbeitung des Konzepts einbezogen und die verschiedenen Vorstellungen und Bedarfe miteinander abgestimmt“, so der Landrat weiter.
Damit ist die Möglichkeit gegeben, an verschiedenen Stellen Investitionen auf den Weg zu bringen, die für die Entwicklung unserer Region wichtig sind. Im Mittelpunkt stehen dabei die Schwerpunkte Bevölkerungsschutz, Schulen und Betreuung, die Digitalisierung, die Energie- und Wärmeinfrastruktur, der Klimaschutz, die kommunale Infrastruktur und Daseinsvorsorge sowie die Verkehrsinfrastruktur. Mindestens 80 Prozent der Mittel sollen in diese Bereiche fließen.
„Das halte ich auch deshalb für richtig, weil wir gerade im Landkreis Mainz-Bingen einen erheblichen Investitionsbedarf haben“, sagte Thomas Barth. Die Region wächst, gleichzeitig steigen die Anforderungen an die Infrastruktur. Zudem muss sich der Landkreis mit Veränderungen durch den demografischen Wandel und die Folgen des Klimawandels auseinandersetzen.
Bei allen zusätzlichen Möglichkeiten, die das Sondervermögen bietet: Die zur Verfügung stehenden Mittel können nicht alle finanziellen Herausforderungen des Kreises und der Kommunen lösen. „Sie geben uns aber einen wichtigen Spielraum, um Investitionen zu ermöglichen und Projekte umzusetzen, die für unsere Region langfristig von Bedeutung sind“, sagte der Landrat abschließend.
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