KI ist Alltag. Aber verstehen wir sie auch?
Immer mehr Menschen nutzen Künstliche Intelligenz ganz selbstverständlich. Warum ein kritischer Umgang mit der Technologie heute so wichtig ist.
„Frag doch einfach ChatGPT.“ Kaum ein Satz ist in den vergangenen zwei Jahren so selbstverständlich geworden. Ob für den Speiseplan der Woche, die Formulierung einer Bewerbung oder die Reiseplanung: Millionen Menschen nutzen Künstliche Intelligenz inzwischen ganz selbstverständlich im Alltag. Gleichzeitig sorgen dieselben Systeme regelmäßig für Schlagzeilen. Sie erfinden Quellen, erstellen täuschend echte Fälschungen oder werfen Fragen zum Datenschutz und Urheberrecht auf. Während sich die Technologie rasant weiterentwickelt, wird noch immer darüber verhandelt, welche Regeln gelten sollen und wie wir verantwortungsvoll mit ihr umgehen.
Gerade weil KI immer häufiger genutzt wird, ohne ihre Funktionsweise oder Grenzen zu kennen, wird Aufklärung zu einer zentralen Zukunftsaufgabe. Wer die Chancen der Technologie nutzen möchte, sollte auch ihre Risiken verstehen und ihre Ergebnisse kritisch hinterfragen können. Digitale Mündigkeit ist längst keine Spezialkompetenz mehr für IT-Fachleute, sondern eine Voraussetzung für gesellschaftliche Teilhabe. Denn Künstliche Intelligenz beeinflusst zunehmend, wie wir arbeiten, lernen, kommunizieren und uns informieren.
Auch der Landrat des Landkreises Mainz-Bingen Thomas Barth, Vorsitzender der kvhs Mainz-Bingen, betont die Dringlichkeit dieses Themas für die Region: „Die Digitalisierung und insbesondere die Künstliche Intelligenz verändern unseren Alltag rasant. Es ist unsere Aufgabe als Landkreis, die Bürgerinnen und Bürger auf diesem Weg mitzunehmen und ihnen das nötige Rüstzeug für eine digitale Demokratiemündigkeit an die Hand zu geben.‘“
Mit ihrem neuen Programm greift die Kreisvolkshochschule Mainz-Bingen diese Entwicklungen auf und schafft Räume, um sich fundiert mit den Chancen und Herausforderungen von KI auseinanderzusetzen. In Kursen wie „Warum KI nicht neutral ist“, „KI, Arbeit, Sorge und Körper“ oder „KI und Gewalt“ stehen nicht technische Details im Vordergrund, sondern die gesellschaftlichen Fragen, die die Technologie aufwirft. Wie entstehen algorithmische Vorurteile? Welche Auswirkungen hat KI auf Demokratie, Gleichberechtigung und Teilhabe? Und wie können wir Technologien verantwortungsvoll nutzen, ohne ihnen unkritisch zu vertrauen?
Für den Vorstand der kvhs Mainz-Bingen steht der Bildungsauftrag hierbei an erster Stelle: „Als Volkshochschule wollen wir Berührungsängste abbauen, aber gleichzeitig den kritischen Blick schärfen. Das neue Semester bietet Orientierung in einer Welt, die immer stärker von Algorithmen geprägt wird.‘
Doch Zukunftskompetenz endet nicht bei der Digitalisierung. Auch Themen wie Gleichberechtigung, gesellschaftliche Teilhabe, Nachhaltigkeit, Gesundheit oder kulturelle Bildung prägen das neue Programm. Sie alle verbindet eine gemeinsame Idee: Menschen dabei zu unterstützen, ihre Gegenwart selbstbewusst zu gestalten und die Zukunft aktiv mitzuprägen.
Die Kreisvolkshochschule Mainz-Bingen versteht sich dabei als Ort des Austauschs, der Begegnung und des lebenslangen Lernens. Sie lädt dazu ein, unterschiedliche Perspektiven kennenzulernen und gemeinsam nach Antworten auf die Herausforderungen unserer Zeit zu suchen.
Das vollständige Programm mit allen Kursen und Veranstaltungen ist online sowie in gedruckter Form erhältlich. Informationen und Anmeldung unter https://www.kvhs-mainz-bingen
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