Landkreis Mainz-Bingen setzt starkes Zeichen für den Klimaschutz: 699.933 Euro KIPKI-Fördermittel
Die Energie für klimafreundliches Heizen liegt unter unseren Füßen: Mit dem Förderprogramm „Die Wärme ist unter uns“ hat der Landkreis Mainz-Bingen 28 Erdsondenprojekte ermöglicht und dafür insgesamt 699.933,23 Euro aus dem KIPKI-Förderprogramm des Landes Rheinland-Pfalz abgerufen. Damit wird aus dem Potenzial unter der Erde konkrete, klimafreundliche Wärme für Wohngebäude im Landkreis.
Ziel des Programms war es, die Wärmepumpentechnologie in Verbindung mit Erdsonden breit in den Gebäudebestand zu bringen und Hauseigentümerinnen und Hauseigentümer bei der Umstellung auf eine nachhaltige Wärmequelle zu unterstützen.
Während eines Besuchs bei Familie Neuchel – einem der ersten erfolgreich umgesetzten Projekte – informierten sich Landrat Thomas Barth, der Erste Kreisbeigeordnete Steffen Wolf, die Pressestelle der Kreisverwaltung Mainz-Bingen, Fachbereichsleiter Klimaanpassung, Energiemanagement und Klimaschutz Hillmar-Andreas Holland sowie Helge Schmidt-Rossel über die Umsetzung und die Erfahrungen der Familie.
Herr Neuchel berichtete, dass seine Familie nun über weite Teile des Jahres nahezu unabhängig von externen Energiequellen sei und lediglich Wasser aus dem öffentlichen Netz beziehe. Seine Erfahrungen teilte er zudem in mehreren von der Kreisverwaltung initiierten Austauschtreffen mit anderen Teilnehmenden. Aus diesem Austausch entstand eine „Poolinggruppe“, die durch gemeinsame Planung und Abstimmung die Projektkosten für alle Beteiligten reduzieren konnte.
„Besonders wertvoll ist, dass aus der Förderung nicht nur einzelne Projekte entstanden sind, sondern auch ein Austausch unter den Teilnehmenden. Die Poolinggruppe zeigt, dass gemeinsames Vorgehen konkrete Vorteile bringen und dabei helfen kann, klimafreundliche Wärmelösungen auch wirtschaftlich attraktiv umzusetzen“, betonte der Erste Beigeordnete Steffen Wolf.
„Für den Landkreis ist dies ein weiterer wichtiger Schritt hin zur Dekarbonisierung und zu mehr Unabhängigkeit in der Energieversorgung. Die erfolgreichen Projekte zeigen, dass moderne Wärmetechnik und kommunale Förderung Hand in Hand gehen können“, betonte Landrat Barth.
Das Förderprogramm unterstützte Eigentümerinnen und Eigentümer bei der Installation hocheffizienter Erdsonden-, Kollektorfeld- oder Grundwasserwärmepumpen. Grundlage bildete das im Projekt „1000 klimaneutrale Gebäude“ entwickelte Technikkonzept, das eine ressourcenschonende und netzverträgliche Wärmeversorgung ermöglicht.
Die hohe Nachfrage führte dazu, dass das Förderbudget vollständig ausgeschöpft wurde. Die Antragsfrist endete am 31. Dezember 2024. Mit der erfolgreichen Umsetzung der 28 Projekte zeigt der Landkreis Mainz-Bingen konkret, wie kommunale Unterstützung und innovative Wärmetechnik gemeinsam einen messbaren Beitrag zum Klimaschutz leisten können.
Gefördert wurde die Umsetzung mit 75 Prozent der Investitionskosten, bis zu einer maximalen Fördersumme von 25.000 Euro pro Projekt.
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