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Region • 12. Oktober 2026

Welttag des Händewaschens: Warum richtige Handhygiene schon bei den Kleinsten beginnt

Handhygiene wird im Alltag oft unterschätzt. Der Welttag des Händewaschens am 15. Oktober rückt dieses Thema in den Fokus. Laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) werden rund 80 Prozent aller Infektionskrankheiten über die Hände übertragen. Umso wichtiger ist es, schon früh den Grundstein für das richtige Händewaschen zu legen.

Hygieneverhalten ist nicht angeboren, sondern muss erlernt werden. Je früher Kinder in der Familie, Kita oder Grundschule an das Thema herangeführt werden, desto schneller wird es zur lebenslangen Routine.

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Um diesen Lernprozess zu unterstützen, ist das Gesundheitsamt in den Wintermonaten mit seiner beliebten Händewaschaktion in Kitas im Einsatz. Mit dem „magischen“ Hygienekoffer gehen Vorschulkinder auf eine spannende Entdeckungsreise rund um Viren und Bakterien. Spielerisch experimentieren sie, üben die korrekte Technik des Händewaschens und erhalten wertvolle Tipps zum richtigen Husten und Niesen, um sich und andere zu schützen.

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Motivationstipps zum Händewaschen:

• Bunte oder besondere Seifen: zum Beispiel flüssige Schaumseife (die schäumt schon beim Pumpen) machen nicht nur Kindern Spaß, auch Seifen mit angenehmen Fruchtdüften oder feste Seifen, in denen ein kleines Spielzeug eingegossen ist sind für Groß und Klein eine Freude.

• Ein Stempel oder ein gemaltes Symbol auf dem Handrücken, das bis zum Abend weggewaschen werden muss, motiviert.

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• Ein eigenes buntes Handtuch mit dem Lieblingsmotiv oder -charakter des Kindes, das auf seiner Augenhöhe hängt.

• Gute Erreichbarkeit: Ein stabiler Trittschemel und ein Wasserhahn-Verlängerer machen das Waschbecken kinderleicht erreichbar (und das Badezimmer weniger nass).

• Zeitgefühl entwickeln: Singen Sie zusammen mit Ihrem Kind ein kurzes Lied (wie zweimal "Happy Birthday") oder benutzen Sie eine bunte Sanduhr, um die richtige Waschdauer einzuhalten.

• Vorbild und Routine: Gemeinsames Händewaschen und feste Abläufe (zum Beispiel direkt nach dem Heimkommen) etablieren gesunde Gewohnheiten ohne Diskussionen.

• Positive Bestärkung: Statt zu schimpfen, das Kind lieber für saubere und duftende Hände loben.

Zum Hintergrund:

Die Hände sind das Hauptwerkzeug des Menschen und kommen daher häufig mit Erregern in Kontakt – von Hand zu Hand, von der Hand auf Gegenstände, von der Hand in den Mund. Gründliches Händewaschen senkt nach Angaben von Gesundheitsexperten und Studien die Anzahl der Krankheitserreger auf unseren Händen drastisch und reduziert somit die Häufigkeit von Infektionskrankheiten. Oft ist dieses Wissen schon vorhanden und dennoch wird das Händewaschen zum Beispiel nach der Toilettennutzung aus Bequemlichkeit oft weggelassen, weil keine sichtbare Gefahr erkennbar ist.

Hygieneverhalten wird nicht jede Infektionskrankheit verhindern. Doch sind sich alle Experten und Expertinnen einig: Basiswissen der Hygiene sind Grundlage jeder Gesundheitserziehung. Wir können die Verbreitung von Infektionskrankheiten eindämmen und somit uns und andere vor Infektionskrankheiten schützen, die teilweise schwere Folgen haben können.

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