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Region • 19. Oktober 2026

Kindertagespflege: Verlässlich, flexibel, individuell

- Landrat Thomas Barth besucht Tagesmütter in Stadecken-Elsheim und Nieder-Olm

Kindertagespflege ist für viele Familien eine verlässliche, persönliche und flexible Alternative zur Kita – besonders für Kinder unter drei Jahren. Davon überzeugte sich Landrat Thomas Barth beispielhaft bei seinem Besuch von drei Kindertagespflegestellen in Stadecken-Elsheim und Nieder-Olm.

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Zunächst besuchte der Landrat Tagesmutter Natascha Hering in Stadecken-Elsheim. Sie betreut seit 15 Jahren bis zu fünf Kinder in ihrem eigenen Zuhause. Die kleine Gruppe, die vertraute Umgebung und nur eine feste Bezugsperson ermöglichen insbesondere sehr jungen Kindern einen behutsamen Einstieg in die Betreuung außerhalb der Familie. So kann sie die Entwicklung jedes einzelnen Kindes aufmerksam begleiten und individuell fördern. Ausreichend Zeit, viel Aufmerksamkeit und persönliche Zuwendung sowie Fachwissen und ein strukturierter Tagesablauf gehen dabei Hand in Hand.

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Manuela Jeurink von den „Backhauszwergen“ und Martina Weinöhl im „Wichtelgarten“ betreuen jeweils fünf Kinder in eigenen Räumlichkeiten nur für die Tageskinder. Beide Kindertagespflegestellen befinden sich in Nieder-Olm im selben Haus mit rheinhessischem Hof. Das erleichtert die Zusammenarbeit: Jeurink und Weinöhl arbeiten als Vertretungstandem eng zusammen. Fällt eine Tagesmutter beispielsweise wegen Krankheit aus, kann die Tandempartnerin die Betreuung in vertrauten Räumen übernehmen. Für die Kinder bedeutet das möglichst viel Kontinuität und Sicherheit und für die Eltern mehr Planungssicherheit und ein gutes Gefühl.

Alle drei Tagesmütter verfügen wie viele ihrer Kolleginnen über eine qualifizierte Ausbildung mit Zertifikat in der Kindertagespflege und nehmen regelmäßig an Fortbildungen teil. Themen wie Pädagogik, frühkindliche Bildung, Entwicklungsförderung und Kinderschutz gehören zu den Inhalten der fachlichen Weiterbildung. „Kinder sind die Zukunft unserer Gesellschaft“, sagte Landrat Thomas Barth. Deshalb sei es wichtig, Eltern unterschiedliche hochwertige Betreuungsangebote zu machen. Nicht jedes Kind unter drei Jahren fühle sich in einer größeren Einrichtung mit mehreren Gruppen, wechselnden Bezugspersonen und vielen Sinneseindrücken gleichermaßen wohl.

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Eine sanfte Eingewöhnung ist die Basis für ein behutsames Ankommen und eine stabile Beziehung - auf Kind und Eltern abgestimmt. Gemeinsame Mahlzeiten, Spiel- und Lernangebote, Bewegung und Naturerfahrungen im Freien, Ruhezeiten und altersgerechte Förderung geben den Kindern Orientierung. Gleichzeitig können die Tagesmütter auf individuelle Bedürfnisse und familiäre Anforderungen eingehen.

Hintergrund: Wahlfreiheit und finanzielle Unterstützung

Die Kindertagespflege leistet einen wichtigen Beitrag zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Nach § 5 SGB VIII haben Eltern ein Wunsch- und Wahlrecht und können die Betreuungsform wählen, die am besten zu ihrem Kind und ihrem Familienalltag passt. Im Landkreis Mainz-Bingen erhalten Eltern für die Betreuung von Kindern im Alter von null bis drei Jahren in der Kindertagespflege einen finanziellen Zuschuss von 7,25 Euro pro Betreuungsstunde. Betreuungskosten können zudem steuerlich geltend gemacht werden. Teilweise beteiligen sich auch familienfreundliche Arbeitgeber - im Zuge der Vereinbarkeit von Familie und Beruf - an den Kosten.

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