Sanierte Sporthalle der IGS Nieder-Olm: Hell, frisch modern und viel Energieeinsparung
Nach eineinhalb Jahren Sanierungszeit herrscht in der Sporthalle der Integrierten Gesamtschule in Nieder-Olm längst wieder Hochbetrieb. Morgens und am Nachmittag absolvieren die Schülerinnen und Schüler der IGS dort ihren Sportunterricht. Spätnachmittags, abends sowie an den Wochenenden trainieren und spielen vor allem die Handballer des TV Nieder-Olm. „Die Bauzeit hat von allen viel Verständnis und Flexibilität erfordert. Aber die Zusammenarbeit hat gut geklappt und das Ergebnis kann sich sehen lassen“, sagte Landrat Thomas Barth in einer Feierstunde.
Hell, freundlich, modern kommt die Halle aus den 1970er-Jahren jetzt daher, die in all‘ den Jahren immer mal wieder an verschiedenen Ecken saniert wurde, wie Schulleiter Jürgen Winzer sagte. „Ich als Sportlehrer wünsche mir, dass unsere Schülerinnen und Schüler nicht nur im Sportunterricht aktiv sind, sondern vor allem Freude daran entwickeln sich ein Leben lang zu bewegen.“
Um den Bau zukunftsfest zu machen, war nun aber eine Komplettsanierung fällig. Vom Flachdach über die Fenster- und Außentüren bis hin zu Hallendecke, Umkleidetrakt und Duschen wurde alles saniert. Es gab auch einen neuen Hallenboden aus Vinyl, der den Anforderungen der Handballer zu Gute kommt. Und eine Anzeigetafel, die zum Beispiel Bundesligaanforderungen für die Basketballer erfüllt, wurde ebenfalls eingebaut.
Auf dem neuesten Stand sind nun auch Heizungs-, Sanitär-, Lüftungs- und Elektrotechnik. „Lediglich die Tribünen mit dem Glasgeländer blieben unberührt und bieten weiterhin Platz für rund 400 Zuschauer“, sagte der Landrat. Gekostet hat das Projekt den Landkreis rund 4,1 Millionen Euro, gebaut wurde von August 2024 bis April 2026 – eine lange Zeit, in der die Schule und die Handballer in andere Hallen in der Stadt ausweichen mussten.
Ein Herzstück der Sanierung ist die neue Entlüftungsanlage, die einerseits für ein angenehmes Klima in der Halle sorgt: „Wir konnten hier im Sommer auch an heißen Tagen gut Sportunterricht halten“, sagte Jürgen Winzer. Andererseits wird auf diesem Wege mit einer Wärmeeinsparung von 80 Prozent gerechnet. Daraus resultiert eine Einsparung von Erdgas in Höhe von etwa 177.000 Kilowattsunden und einer Treibhausgaseinsparung von etwa 42 Tonnen im Jahr. Zum Vergleich: Die alte Lüftungsanlage aus dem Jahr 1978 hatte einen jährlichen Wärmeverbrauch von rund 500.000 Kilowattstunden – das entspricht in etwa dem Verbrauch von 20 Einfamilienhäusern. Gekostet hat der Umbau rund 400.000 Euro – gefördert durch das Landesprogramm zum Klimaschutz, KIPKI.
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