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Lokal • 2. November 2026

Kindergesundheitskonferenz

Frühe Förderung für starke Kinder

Tablets, Hörboxen und digitale Spiele gehören für viele Kinder längst zum Alltag. Doch wie gelingt ein gesundes Aufwachsen in einer Welt voller Medien? Mit dieser Frage beschäftigte sich die dritte Kindergesundheitskonferenz im Gesundheitsamt Mainz und Mainz-Bingen. Unter dem Motto „Lebenswelt Kita – gesund aufwachsen“ kamen rund 60 Teilnehmende zusammen, um sich über Chancen und Herausforderungen digitaler Medien in der frühkindlichen Entwicklung auszutauschen.

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Kindertagesstätten sind wichtige Orte für ein gesundes Aufwachsen. Hier lernen Kinder nicht nur sprechen, spielen und sich bewegen, sondern entwickeln auch soziale Fähigkeiten und emotionale Stärke. Wie digitale Medien diese Entwicklung beeinflussen und wie Kitas einen verantwortungsvollen Umgang damit fördern können, stand im Mittelpunkt der diesjährigen Veranstaltung.

Erwin Malkmus, Kreisbeigeordneter des Landkreises Mainz-Bingen, begrüßte die rund 60 Teilnehmenden. In seiner Begrüßung betonte er die Bedeutung frühzeitiger Gesundheitsförderung und der Zusammenarbeit aller Beteiligten. Zusätzlich bedankte er sich bei allen Mitarbeitenden für die gelungene Organisation und Ausrichtung der Veranstaltung. Die positive Resonanz und der wertvolle Austausch bestärken ihn darin, die Kindergesundheitskonferenz auch im kommenden Jahr fortzusetzen.

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„Die Grundlagen für ein gesundes Aufwachsen werden schon in den ersten Lebensjahren gelegt. Kitas leisten dabei gemeinsam mit den Familien einen wichtigen Beitrag. Gerade beim Thema digitale Medien brauchen wir Orientierung, einen offenen Austausch und alltagstaugliche Ansätze, damit Kinder in ihrer Entwicklung bestmöglich unterstützt werden.“

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Auch Jana Schmöller, Kinder- und Jugenddezernentin der Landeshauptstadt Mainz, unterstreicht die Bedeutung eines gesunden Aufwachsens. Gerade im Umgang mit digitalen Medien sind Orientierung und Begleitung durch Erwachsene sowie die Stärkung der Medienkompetenz von Kindern, Eltern und pädagogischen Fachkräften wichtig. Dabei gilt es, mögliche Risiken ernst zu nehmen und die Bedürfnisse der Kinder in den Mittelpunkt zu stellen. Ein kontinuierlicher Austausch und die enge Zusammenarbeit aller Beteiligten sind dafür entscheidend. Die Kindergesundheitskonferenz bietet hierfür einen wichtigen Rahmen.

Prof. Dr. Michael Bigos von der Hochschule Darmstadt referiert in seinem anschließenden Fachvortrag über die Bedeutung digitaler Medien in der Lebenswelt von Kindern. In den meisten Familien wachsen sie mit Tablets, Audioboxen, Lesestiften und weiterer Unterhaltungselektronik auf. Herr Bigos beleuchtete die Medienbiografien von Kindern und ihr Nutzungsverhalten und diskutierte pädagogische ebenso wie entwicklungsbezogene Perspektiven auf frühkindliche Medienbildung.

Zwischen dem Wunsch nach medienfreien Räumen und dem Auftrag zur Medienbildung stehen Kitafachkräfte vor der Frage, welche Rolle digitale Medien in ihrer pädagogischen Arbeit und der Erziehungspartnerschaft spielen sollen. Die Teilnehmenden erhielten Anregungen, ihre eigene Haltung zu reflektieren und die medienpädagogische Praxis im Kita-Alltag weiterzuentwickeln.

Wie Kinder digitale Medien erleben, hängt auch davon ab, wie Erwachsene sie dabei begleiten. Eltern und pädagogische Fachkräfte können Kinder unterstützen, indem sie Interesse an deren Medienerfahrungen zeigen, über Inhalte sprechen und gemeinsam altersgerechte Angebote auswählen. Gleichzeitig ist es wichtig, ausreichend Raum für Bewegung, freies Spielen, Vorlesen und persönliche Begegnungen zu schaffen. Ein regelmäßiger Austausch zwischen Eltern und Kita hilft dabei, unterschiedliche Erfahrungen aufzugreifen und Kinder gemeinsam bei einem bewussten Umgang mit digitalen Medien zu begleiten.

Im Anschluss an den Fachvortrag hatten die Teilnehmenden beim „Markt der Möglichkeiten“ Gelegenheit, an verschiedenen Infoständen neue Medienprojekte und Initiativen kennenzulernen, die sich für Kindergesundheit einsetzen.

Hintergrund: Die Kindergesundheitskonferenz blickt auf eine lange Tradition zurück: Bereits 2001 startete die Kooperation zwischen Stadt und Landkreis, 2003 fand der erste gemeinsame Fachtag im Mainzer Rathaus statt. Vor zwei Jahren wurde das Format neu belebt. Seither arbeiten drei Arbeitskreise gezielt zu den Themen Sprachförderung, psychische Gesundheit und Bewegung von Kitakindern.

Wenn Sie beruflich mit Kitakindern arbeiten und Interesse an einer Mitarbeit haben, wenden Sie sich unverbindlich an praevention@mainz-bingen.de

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