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Lokal • 3. Juni 2023

Kreis lädt Jugendliche zur Ausbildungsplatzbörse ein

Ob Mechatroniker, medizinische Fachangestellte oder Kaufleute im Einzelhandel – Jugendliche sind dazu aufgerufen, die Ausbildungsplatzbörse der Kreisverwaltung zu besuchen, um sich über rund 70 Ausbildungsstellen und duale Studiengänge zu informieren. Die Börse findet statt am Freitag, den 16. Juni von 10 bis 15 Uhr im Ingelheimer Kreistagssaal – eine Anmeldung ist nicht erforderlich. 20 Mainz-Binger Unternehmen werden dort ihre Berufe aus verschiedensten Sparten vorstellen.

Es ist noch nicht zu spät, in diesem Jahr mit einer Ausbildung zu starten. „Mit der Messe wollen wir ein Forum bieten und zeigen, wie wichtig es uns ist, Betriebe und potenzielle Auszubildende erfolgreich zusammenzubringen“, sagt die Zweite Kreisbeigeordnete Almut Schultheiß-Lehn. Kleinere sowie große namhafte Betriebe aus dem Landkreis haben sich zur Börse angemeldet, die um den Nachwuchs werben wollen. Wer einen Ausbildungsplatz oder eine Praktikumsstelle sucht oder sich für ein duales Studium interessiert, kann dort niederschwellig mit den Unternehmen ins Gespräch kommen. „Das Angebot ist da, aber leider erkennen wir derzeit, dass die Attraktivität der Berufsausbildung abnimmt. Gleichzeitig geht die sogenannte ‚Babyboomer-Generation‘ in Rente. Deshalb fehlt es an vielen Stellen an Fachkräften – unter anderem auch bei uns in der Kreisverwaltung“, stellt die Beigeordnete fest. Deshalb sei es umso wichtiger, etwas dagegen zu tun, die Unternehmen aus der Region in ihren Anstrengungen zu unterstützen und gleichermaßen die Auszubildenden stärker wertzuschätzen.

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Mit Blick auf den Fachkräftemangel seien auch zugewanderte Jugendliche eine wichtige Zielgruppe für die Messe. „Wir wollen die zugewanderten Menschen nicht nur unterbringen, sondern vor allem in unsere Gesellschaft integrieren. Damit einher geht die Integration in den Arbeitsmarkt“, betont Almut Schultheiß-Lehn. Eine Ausbildung sei deshalb eine gute Möglichkeit, um sich einzubringen und die Motivation zu entwickeln, die deutsche Sprache zu erlernen. „Wir wollen die Jugendlichen sinnvoll nach ihren individuellen Fähigkeiten und Fertigkeiten beschäftigen – der Weg dorthin kann letztlich ganz unterschiedlich sein, denn wir brauchen beides: Fachkräfte und Akademiker“. Ob Praktikum, Ausbildung, duales Studium oder ein reines Studium: „Wichtig ist, dass wir die Vielfalt an Ausbildungsmöglichkeiten wertschätzen – und dazu gehört eben auch die Berufsausbildung“, so die Kreisbeigeordnete.

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Auch in der Kreisverwaltung selbst soll weiter ausgebildet werden, wie die Beigeordnete zur Situation in der Verwaltung erklärt. Aktuell sind 66 Azubis beschäftigt, einige von ihnen werden direkt bei der Ausbildungsplatzbörse vor Ort sein, um Interessierte zu den Möglichkeiten in der Verwaltung zu beraten. „Einige Unternehmen bringen ihre Auszubildende mit, damit sind mögliche Hemmschwellen niedriger, sich über die Berufe und Fragen auszutauschen“.

Federführend organisiert wird die Ausbildungsplatzbörse vom Jobcenter Mainz-Bingen, der Jugendberufsagentur Plus, dem Netzwerk Ehrenamt und der Wirtschaftsförderung der Kreisverwaltung. Weitere Infos sowie die Übersicht der teilnehmenden Unternehmen gibt es auf der Website der Kreisverwaltung https://www.mainz-bingen.de

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