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Lokal • 5. Februar 2026

Spendenübergabe von Boehringer Ingelheim an die Sucht- und Jugendberatungsstelle Ingelheim

25 Jubilare, die ein 25- oder 40-jähriges Dienstjubiläum bei Boehringer Ingelheim feierten, haben statt Geschenken um eine Spende gebeten. Stellvertretend für alle übergab nun Annette Geib, die selbst schon 40 Jahre bei Boehringer Ingelheim arbeitet, einen Spendenscheck von 3.700 Euro an Matthias Trost, Leiter der Sucht- und Jugendberatungsstelle Ingelheim.

Médard Schoenmaeckers, Vorsitzender der Geschäftsführung der Boehringer Ingelheim Deutschland GmbH, freute sich, die in Ingelheim fest etablierte Beratungsstelle unterstützen zu können.

Der Verein existiert seit 1980. In dieser Zeit stellte man verstärkt Drogenkonsum bei Ingelheimer Jugendlichen fest und wollte mit Aufklärung und Prävention dem etwas entgegensetzen. Heute gibt es insgesamt 3 hauptamtliche Stellen, die sich vier Mitarbeiter teilen. Das Angebot an die Rat suchenden ist kostenlos und wird vom Land Rheinland- Pfalz, dem Landkreis Mainz-Bingen, der Stadt Ingelheim und der Stadt Gau-Algesheim finanziell unterstützt. Dennoch ist der Verein auf Spenden angewiesen, 20.000 Euro pro Jahr müssen eingeworben werden, um Ehrenamtler und Sachkosten finanzieren zu können.

Prävention wird bei der Beratungsstelle groß geschrieben, denn was man im Vorfeld verhindert kann, muss später nicht mehr therapiert werden. Das frühzeitige tätig werden, soll zu einer nachhaltigen Veränderung führen und Konsum kritisch hinterfragen. Pro Jahr werden ca. 8.000 Jugendliche erreicht, 500 davon besuchen die Beratungsstelle.

Informationsbesuche an Schulen, die Beteiligung am Green Room beim Ingelheimer Rotweinfest und vieles mehr, gehören zu den regelmäßigen Angeboten. Auch Ältere und deren Angehörige machen von der Beratungsmöglichkeit Gebrauch.

„Unsere Arbeit findet oft im Verborgenen statt“, so Matthias Trost, „denn alles was wir erfahren, unterliegt der Schweigepflicht“. Wenn die Beratungsstelle an ihre Grenzen stößt, werden Vermittlungen in Fachkliniken organisiert. „Der Bedarf ist leider größer als das Angebot“, so Trost, „Wartezeiten von Wochen bis zu einem halben Jahr sind keine Seltenheit“.

Im Namen des gesamten Vorstandes bedankte sich Matthias Trost abschließend bei den Vertretern von Boehringer Ingelheim.

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