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Lokal • 1. Juni 2026

Landfrauen: Fleisch - Billig und gut?

Die sommerlichen Temperaturen läuten unweigerlich die Grillsaison ein. Doch welches Fleisch verspricht den optimalen Grillgenuss? Gut schmecken soll es – und nach Möglichkeit auch nicht zu teuer sein. In den Prospekten der Supermärkte und Discounter werden dem „Grillmeister“ dazu jede Menge „Grillpakete“ angeboten. Und unter einer würzigen Marinade kann man auch minderwertigere Fleischqualitäten erfolgreich kaschieren.

Als jüngst die Landfrauen aus unserer Region im Rahmen ihres Jahres- ausflugs nach Lübeck auch „Lödings Bauernhof am See“ in Buchholz besuchten, stand dabei nicht nur ein üppiges Spargelbüffet auf dem Programm. Bei der anschließenden Hofbesichtigung zeigte Seniorchef Löding auch voller Stolz seine Schweinehaltung. In offenen Ställen können sie das Seeluft-Klima (Ostsee und Ratzeburger See) genießen. Und damit sie sich rundum wohlfühlen, hat man ihnen noch einen speziellen Wellness-Bereich spendiert. Dass Schweineschnitzel, Schweinelende und Schinken aus einer solchen Tierhaltung nicht zum Discounter-Preis angeboten werden können, leuchtet ein. Aber die Produktqualität kann man schmecken – und sie rechtfertigt den etwas höheren Preis.

Den Landfrauen und Landmännern in der Reisegruppe erzählte Bauer Löding nichts Neues. Sie wissen um die Bedeutung von Qualität und Regionalität bei Produkten aus Landwirtschaft, Wein- und Obstbau. Und um die Schwierigkeit, dem Verbraucher klarzumachen, dass solche Produkte preislich nicht konkurrieren können mit jenen aus Ländern, in denen nicht unter vergleichbaren Qualitätsstandards Fleisch, Obst und Gemüse für deutsche Verbraucher geliefert werden. Von der Problematik der langen Transportwege ganz zu schweigen.

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Auch hier in Rheinhessen gibt es genügend Erzeuger, die Wert auf gesunde Lebensmittel legen und diese auch anbieten. Hofläden und Wochenmärkte sind nur ein Beispiel für regionale Bezugsquellen. Aber auch die Supermärkte haben zunehmend mehr Produkte im Angebot, auf die im Laden als „aus der Region“ gesondert hingewiesen wird. Machen Sie also beim nächsten Einkauf einfach die Probe aufs Exempel – und vergleichen Sie die Qualität der regionalen produzierten Ware mit der der billigeren „Schnäppchen“.

Eines soll hier aber nicht verschwiegen werden: wenn Mitte eines Monats noch mehr Monat als Geld übrig ist, dann greift diese Aufforderung nur noch bedingt. So oder so – ein Vergleich der Angebote kann bares Geld sparen …

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