Entdeckertag 2026: Junge Forscherinnen und Forscher präsentieren die Ergebnisse ihrer Arbeit im Mus
Am Mittwoch, 10. Juni, platzte das kleine Museum bei der Kaiserpfalz aus allen Nähten: Rund 120 begeisterte Gäste, darunter zahlreiche Eltern und Großeltern, waren gekommen, um gemeinsam mit ihrem Nachwuchs einen besonderen Tag zu feiern: 38 Grundschülerinnen und -schüler der Klassenstufen 1 bis 4 aus dem Landkreis Mainz-Bingen präsentierten die Ergebnisse ihrer Arbeiten aus den diesjährigen Entdeckertags-Projekten.
Hinter dem Namen „Entdeckertag“ – einer Initiative des Bildungsministeriums Rheinland-Pfalz zur frühen Förderung hochbegabter Primarstufen-Kinder – verbirgt sich weit mehr als nur ein einzelner Projekttag. Die Pestalozzischule in Ingelheim fungiert hierbei als offizielle „Entdeckertagseinrichtung“ für den Landkreis Mainz-Bingen. Das Besondere: Die Kinder besuchten immer mittwochs die Pestalozzischule, um dort einen auf ihre Interessen zugeschnittenen Spezialunterricht zu erhalten. Auf dem Stundenplan standen dabei unter anderem das Mikroskopieren oder die Entwicklung eines eigenen Robotik-Programms für den Computer.
Zeitreise in die Stauferzeit
In Kooperation mit dem Museum bei der Kaiserpfalz widmeten sich die jungen Entdecker*innen an vier Nachmittagen im Mai und Juni zudem ganz intensiv der Epoche des Hochmittelalters. Unter dem Motto „Eine Burg in Ingelheim“ setzten sie sich mit Burgen, Rittern und der historischen Ingelheimer Kaiserpfalz auseinander. Das Museum bot dafür verschiedene Themenschwerpunkte an, darunter „Burgen, Ritter, Landsleute: Ingelheim im Hochmittelalter“, „Sehen und gesehen werden: kleine Wappenkunde“ oder „Kleider machen Leute: Tracht im Hochmittelalter“.
Lebendige Geschichte an interaktiven Stationen
Dass es dabei nicht nur theoretisch zuging, bewiesen die praktischen Werkstücke der Kinder. Die Schülerinnen und Schüler machten handwerkliche Erfahrungen beim Töpfern, Weben, Backen und Fingerschlaufenflechten. Bei der feierlichen Abschlusspräsentation am François-Lachenal-Platz verwandelten sich das Museum und der dazugehörige Innenhof in einen lebendigen Marktplatz des Wissens. An verschiedenen Stationen zeigten und erklärten die stolzen „Entdeckertagskinder“ ihren Eltern und den geladenen Gästen die selbstgefertigten Stücke – wie etwa die selbst gestalteten Wappen, nach historischen Vorbildern hergestellte Backmodel oder eigens getöpfertes Kinderspielzeug. Die Besucher*innen flanierten von Station zu Station und ließen sich von den jungen Expertinnen und Experten sichtlich beeindruckt in die Geheimnisse des Mittelalters, die vielen Möglichkeiten computergesteuerter Robotik oder das akkurate Mikroskopieren einweihen.
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