Einbürgerungsfeier im Landkreis Mainz-Bingen stärkt Vielfalt und Zusammenhalt
63 Menschen aus 22 Herkunftsländern haben im Kreistagssaal des Landkreises Mainz-Bingen ihre Einbürgerungsurkunden erhalten. Gemeinsam mit ihren Familien feierten sie den Erwerb der deutschen Staatsangehörigkeit und setzten damit ein sichtbares Zeichen für gesellschaftlichen Zusammenhalt, gelebte Vielfalt und die Verbundenheit mit ihrer neuen Heimat im Landkreis Mainz-Bingen.
Mit der feierlichen Übergabe der Urkunden würdigte der Landkreis den Weg der neuen Staatsbürgerinnen und Staatsbürger in die deutsche Gesellschaft. Landrat Thomas Barth begrüßte die Eingebürgerten und ihre Angehörigen im Kreistagssaal und betonte die Bedeutung der Einbürgerung für Demokratie und Zusammenhalt.
„Mit Ihrer Einbürgerung bekennen Sie sich zu den Werten unserer freiheitlichen Demokratie und gestalten unsere Gesellschaft aktiv mit. Vielfalt bereichert unseren Landkreis jeden Tag aufs Neue. Sie macht Mainz-Bingen stark, lebendig und zukunftsfähig“, sagte Landrat Thomas Barth. Die Einbürgerung markiere für viele Menschen einen wichtigen persönlichen Meilenstein. Mit ihr seien nicht nur Rechte wie die Teilnahme an Wahlen verbunden, sondern auch die Möglichkeit, die Zukunft des Landes und der eigenen Kommune aktiv mitzugestalten. Zugleich sei sie Ausdruck einer gelungenen Integration und eines dauerhaften Ankommens in Deutschland.
Für einen feierlichen Auftakt sorgten die Musikerinnen des Weiterbildungszentrums Ingelheim. Anna Kirchpfening an der Violine, Esther Hock mit Gesang sowie Galina Ferrari am Klavier begleiteten die Veranstaltung musikalisch. Auch das gemeinsame Singen der Nationalhymne verlieh der Feier einen besonderen Rahmen.
Die internationale Vielfalt im Landkreis Mainz-Bingen spiegelte sich auch in der Zusammensetzung der Eingebürgerten wider. Die größte Gruppe stammte mit 17 Personen aus Syrien. Fünf Personen hatten die amerikanische Staatsangehörigkeit. Je vier Personen kamen aus Bosnien und Herzegowina, Italien sowie der Türkei. Darüber hinaus waren Menschen mit Wurzeln in zahlreichen weiteren Ländern vertreten, darunter Kosovo, Rumänien, Russland, Bulgarien, Iran, Kenia, die Slowakei, die Ukraine und Vietnam. Insgesamt vereinte die Veranstaltung Menschen aus mehr als 22 Herkunftsländern.
Alle 63 Eingebürgerten haben übrigens ihre bisherige Staatsangehörigkeit behalten. Die Feier verdeutlichte damit auch die gesellschaftlichen Veränderungen der vergangenen Jahre und die internationale Prägung des Landkreises. Menschen aus rund 150 Nationen leben heute in Mainz-Bingen und tragen mit ihren Erfahrungen, Perspektiven und Fähigkeiten zum gesellschaftlichen Leben bei.
Die hohe Bedeutung des Themas zeigt sich auch in den aktuellen Zahlen: Bereits rund 564 Menschen wurden im laufenden Jahr im Landkreis Mainz-Bingen eingebürgert. Die feierliche Übergabe der Urkunden bietet ihnen einen würdigen Rahmen, um diesen besonderen Schritt gemeinsam mit Familie und Freunden zu begehen.
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