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Region • 9. Oktober 2026

Pflege daheim - nicht allein: Landkreis Mainz-Bingen bringt pflegende Angehörige zusammen

Wer einen Angehörigen pflegt, übernimmt viel Verantwortung und stellt eigene Bedürfnisse dabei nicht selten zurück. Wie lässt sich Pflege zu Hause gut organisieren? Welche Unterstützung gibt es? Und was hilft, wenn die eigenen Kräfte nachlassen? Die Veranstaltung „Pflege daheim – nicht allein“ gab Antworten auf diese Fragen und zeigte konkrete Beratungs- und Hilfsangebote auf.

„Pflege findet häufig ganz selbstverständlich im familiären Alltag statt. Dabei leisten Angehörige enorm viel – körperlich, emotional und organisatorisch. Mit unserer Veranstaltung wollten wir ihnen zeigen, welche Unterstützungsmöglichkeiten vor Ort zur Verfügung stehen und zugleich Raum für Austausch und Begegnung schaffen“, sagt Lena Neuberger, Fachbereichsleitung Soziale Sonderaufgaben, die die Veranstaltung organisiert hat.

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Auch Almut Schultheiß-Lehn, Kreisbeigeordnete des Landkreises Mainz-Bingen, betont: „Wer einen Menschen zu Hause pflegt, trägt eine große Verantwortung. Deshalb ist es wichtig, pflegende Angehörige sichtbar zu machen und ihnen den Zugang zu Beratung, Entlastung und praktischer Unterstützung zu erleichtern. Pflege darf keine Aufgabe sein, bei der sich Betroffene allein gelassen fühlen. Wir gehen davon aus, dass im Landkreis Mainz-Bingen ungefähr 4.500 Menschen einen Angehörigen alleine pflegen.“

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Nach der Eröffnung durch Almut Schultheiß-Lehn folgten zwei Impulsvorträge. Waltraud Klein vom Verein Wir pflegen RLP sprach über „Pflege hat viele Gesichter. Die leisen Heldinnen und Helden des Alltags“. Anschließend ging es mit Susanne Gambla um barrierefreies und altersgerechtes Wohnen sowie die Anpassung des eigenen Zuhauses an veränderte Bedürfnisse.

Beim anschließenden Podiumsgespräch tauschten sich Christine Rippe und Jenny Frank von der Spezialisierte Ambulante Palliative-Versorgung (SAPV), Reiner Wissel vom Netzwerk Demenz und den Pflegestützpunkten, Dennis Merks von der Rheinhessen-Fachklinik Alzey, Holger Marx von der örtlichen Betreuungsbehörde der Kreisverwaltung Mainz-Bingen sowie Michael Gutendorf, Geschäftsführer des Heilig-Geist-Hospitals Bingen, über Herausforderungen und Unterstützungsangebote aus.

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Beim „Markt der Möglichkeiten“ informierten unter anderem Engel im Alltag, die Malteser, die Landesberatungsstelle Barrierefreies Wohnen, das Heilig-Geist-Hospital Bingen, die SAPV, das Seniorenbüro Ingelheim, das Netzwerk Demenz, der Pflegestützpunkt und Fachabteilungen der Kreisverwaltung, die Angehörigengruppe Gau-Algesheim und die Geriatrische Tagesstätte Bingen über konkrete Hilfsangebote.

Der Europäische Tag der pflegenden Angehörigen macht auf die Situation der Menschen aufmerksam, die Familienmitglieder, Freunde oder andere nahestehende Personen zu Hause versorgen. Ihre Arbeit bleibt im Alltag häufig unsichtbar, obwohl sie eine wichtige Säule der Versorgung darstellt.

Entlastung kann durch Beratung, praktische Hilfen, Anpassungen im Wohnumfeld oder den Austausch mit anderen Menschen in einer ähnlichen Situation beginnen.

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