Wird der Ingelheimer Sportpark noch Realität?
Es war und ist das Herzensprojekt von Bürgermeisterin Eveline Breyer. Doch zwischenzeitlich hat das Vorhaben eine lange Geschichte. Die Idee geht einige Jahre zurück. Anfang 2021 wurde vom Institut für Sportstättenentwicklung (IFS) ein Konzept vorgestellt, das in einer öffentlichen Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses am 1. Februar 2021 präsentiert wurde. Eine Analyse brachte zu Tage, dass es im Stadtgebiet Mehrbedarfe an Sporthallen und öffentlichen Sportanlagen gäbe. Auch die Erweiterung der Schwimmbadkapazitäten stand im Raum. Ein multifunktionaler Sportpark als Leuchtturmprojekt für Ingelheim und die Region sollte entstehen – für den Schulsport, den Vereinssport aber auch für jedermann multifunktional zugänglich. Die Investitionskosten beliefen sich damals auf 42 Millionen Euro. Auch der Sportbund Rheinhessen zeigte Interesse und an einem gemeinsamen „Haus der Vereine“. Der Sportbund plante seinen gesamten Standort nach Ingelheim zu verlagern.
Jetzt schreiben wir das Jahr 2025 und vieles hat sich geändert. Corona verzögerte Diskussionen und Entscheidungen und dann wurde deutlich, dass die Stadt – aufgrund veränderter Rahmenbedingungen – sparen musste. Ein Haushaltskonsolidierungskonzept sah bei freiwilligen Leistungen Einsparungen und Kürzungen vor. Der Ingelheimer Sportpark wurde immer schlanker. Im Januar 2025 entschloss sich der Sportbund Rheinhessen aus dem Projekt auszusteigen – ein Aus für ein gemeinsames „Haus der Vereine“.
Aus dem „Projekt der Superlative“ ist ein äußerst abgespecktes Vorhaben geworden. Jetzt stehen 2,1 Millionen Euro an Investitionen im Raum. Nun hat der Sportausschuss das neue Konzept beraten, am 31. März soll der Haupt- und Finanzausschuss das Thema auf der Tagesordnung haben. Zwischenzeitlich werden die Fraktionen ausführlich beraten.
Was wird an Angeboten bleiben? Eveline Breyer favorisiert eine Calistenics-Anlage, eine Art Fitness-Studio unter freiem Himmel. Eine Finnbahn zum Joggen mit markanter Optik soll ebenfalls entstehen. Einen großen Anteil sollen Sportgegenstände zum Ausleihen haben, die gegen Gebühr genutzt werden können. Auf kostspielige Investitionen wie z.B. eine Dreifeldsporthalle musste verzichtet werden, das Angebot des Sportparks wird hauptsächlich unter freiem Himmel stattfinden. Wenn die
politische Zustimmung erfolgen sollte, könnten die Baumaßnahmen im nächsten Jahr starten. (Quelle: Allgemeine Zeitung vom 31. 03.2025)







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