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Lokal • 14. April 2021

Studie zur Optimierung der notärztlichen Versorgung startet

Studie zur Optimierung der notärztlichen Versorgung startet:
Innerhalb des Projektes „Neustrukturierung der notärztlichen Versorgung Rheinland-Pfalz“ startet eine Studie zur Optimierung der Notfallrettung in der Region Mainz/Ingelheim/Bingen/Bad Kreuznach. Durchgeführt wird die Studie von der Rettungsdienstbehörde Mainz-Rheinhessen in Zusammenarbeit mit dem Institut für Mathematik an der Universität Kaiserslautern sowie der Projektgruppe „OnePlan“, die vom rheinland-pfälzischen Innenministerium gefördert wird.

Ziel der Studie ist eine Untersuchung der Optimierungspotenziale in der Struktur der Notfallversorgung. Die Studie wird in Kürze beginnen, erste Vorbereitungen und Gespräche sind bereits erfolgt. Hintergrund ist sowohl die Neufassung des Rettungsdienstgesetzes von April 2020 als auch ganz aktuell die Schließung des Krankenhauses in Ingelheim, an dem bisher auch die Notarztwache angesiedelt war. Im neuen Gesetz sind die Rettungsdienstbehörden explizit aufgefordert, die rettungsdienstlichen Versorgungsstrukturen regelmäßig zu überprüfen und diese auch unter Betrachtung der Wirtschaftlichkeit fortwährend anzupassen.

Während der Projektlaufzeit soll, basierend auf mathematischen Modellen, ein strategisches Analyse- und Planungstool für den Rettungsdienst entwickelt werden, das Optimierungspotentiale aufzeigt und Standortplanungen ermöglicht. Für eine detaillierte Abbildung der Versorgungsbedarfe werden unter anderem alle realen Einsätze der Notärzte in den vergangenen vier Jahren in der Region betrachtet. Evaluiert wird, an welchen Standorten die historisch eher zufällig platzierten Notarztwachen jetzt auf Grundlage einer hochkomplexen mathematischen Analyse für die Gewährleistung der medizinischen Versorgung tatsächlich notwendig und sinnvoll sind. Da es für die Rettungsdienstbehörden oft schwierig ist, genügend Notärzte aus der Region zu gewinnen, die sich mit den regionalen rettungsdienstlichen Versorgungsstrukturen wirklich gut auskennen, könnte eine mögliche Zusammenlegung von Standorten in diesem Zusammenhang durchaus von Vorteil sein.

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Die Studie wird erstmalig in der Modellregion Ingelheim/Bingen durchgeführt, soll aber zu einem späteren Zeitpunkt auch landesweit etabliert werden.

Bildquelle: Pixabay

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