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Konzept macht Integrationsarbeit im Landkreis M...

Konzept macht Integrationsarbeit im Landkreis Mainz-Bingen sichtbar:

Empathie, Toleranz, Wertschätzung, Respekt sind für Landrätin Dorothea Schäfer und die 2. Kreisbeigeordnete Ursula Hartmann-Graham wichtige Punkte, damit Integration gelingt. Einen Beitrag dazu will die Kreisverwaltung Mainz-Bingen mit dem neuen Integrationskonzept leisten, in dem einerseits die Integrationspolitik des Kreises erläutert und transparent gemacht wird. Andererseits werden die zentralen Vorstellungen aufgezeigt, wie ein gleichberechtigtes Zusammenleben von Menschen mit und ohne Migrationshintergrund im Landkreis aussehen sollte. „In der Kreisverwaltung sind viele Abteilungen und Bereiche mit diesem Thema befasst“, sagte die Landrätin: „Deshalb ist es wichtig, dass wir aufzeigen, mit welcher Haltung die Integrationsarbeit bei uns gelebt wird.“

In den Augen der Landrätin ist dieses Vorhaben gut gelungen, vor allem auch deshalb, weil viele Mitarbeitende an dem vom rheinland-pfälzischen Integrationsministerium geförderten Konzept mitgearbeitet haben. Damit nämlich die unterschiedlichen Perspektiven der einzelnen Abteilungen einfließen können und es schlussendlich den tatsächlichen Bedarfen entspricht, haben die jeweils Verantwortlichen aus den einzelnen Bereichen daran mitgewirkt und ihre fachlichen Kompetenzen und Erfahrungen eingebracht. Dabei wurde das bisherige Handeln analysiert und geschaut, was sich bewährt hat.

Das Konzept bildet nun in mehrfacher Hinsicht eine Basis für das Thema Integration im Landkreis: Zunächst für Handlungen und Entscheidungen von Politik und Verwaltung. Zudem für das bürgerschaftliche Engagement. Und darüber hinaus benennt es Zielvorgaben für die Verwaltung und ermittelt weitere Handlungsbedarfe, dank derer die Integration im Landkreis optimiert und die Integrationsarbeit vor Ort gefördert werden kann.

Seit 2019 arbeitete eine Projektgruppe mit Mitarbeitenden aus dem Fachbereich Asyl und Integration unter der Leitung von Fatima Bouy gemeinsam mit der Netzwerkbeauftragten für das Ehrenamt, Antoinette Malkewitz, sowie einer externen Fachkraft an dem Konzept. Für die 2. Kreisbeigeordnete Ursula Hartmann-Graham, in deren Geschäftsbereich das Konzept entwickelt wurde, war dies der richtige Weg: „Um das Konzept mit allen Akteuren gemeinsam professionell zu planen, durchzuführen, auszuwerten und zu realisieren, war externer Sachverstand genauso wichtig, wie das große Engagement der Mitarbeiterschaft“, sagte sie.

Wie geht es nun weiter? Das Konzept soll keineswegs in der Schublade verschwinden. Vielmehr wird es an die Belegschaft der Kreisverwaltung verteilt und soll als Leitfaden für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dienen. Im Anschluss daran gilt es, die Ziele in den Handlungsfeldern Verwaltung, Menschen, Ehrenamt, Netzwerke und externe Akteure umzusetzen. Mehr Öffentlichkeitsarbeit, Sprachförderung, mehr Bildungsmöglichkeiten oder die Barrierefreiheit in allen Bereichen sind hier einige der genannten Ziele. Einen konkreten Ablaufplan wird die Steuerungsgruppe ausarbeiten, die auch die Handlungsfelder priorisiert und den Zeitplan festlegt. „Am Ende ist das Konzept dynamisch: Es wird immer wieder aktualisiert und fortgeschrieben“, sind sich die Landrätin und die 2. Beigeordnete einig.

Bildquelle: Stadtverwaltung Ingelheim