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Lokal • 24. Mai 2026

Partnerschaftstreffen in Autun setzt neue Impulse

Es war ein Gänsehautmoment als mehr als 100 Menschen sich in der Stadthalle von Autun erhoben und die Nationalhymnen von Deutschland, England, Frankreich und die Europahymne sangen. Vincent Chauvet, Bürgermeister von Autun, hatte zu den Dreipartnerschaftstagen Delegationen aus Autun, Ingelheim und Stevenage eingeladen.

In seiner Begrüßungsrede betonte er die europäische Dimension der Partnerschaft, drei Städte, drei Sprachen, drei Geschichten – jedoch gemeinsame Projekte und Begegnungen zwischen den Bürgern, den Schulen – und das nun schon seit Jahrzehnten. Das Verständnis zwischen den Kulturen sei gewachsen. Das Wesen der Partnerschaft sei ein Instrument der zivilgesellschaftlichen Diplomatie, eine Schule der Toleranz, ein gemeinsames Abenteuer, das europäischen Werten Leben einhauche. „Angesichts einer Welt, die von Misstrauen, Isolationismus und Krieg verführt wird, entscheiden wir uns für Verbundenheit, Offenheit und Freundschaft“, so Chauvet.

Für Ingelheim war die neue Oberbürgermeisterin Eveline Breyer mitgereist, in Begleitung von OB a.D. Ralf Claus, der nunmehr den Partnerschaftsverein leitet. Auch sie hob die große Bedeutung der partnerschaftlichen Verbindung hervor, die Offenheit und Wärme mit der man sich begegne und die Gespräche, die die Partnerschaft voran brächten.

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Bürgermeister der Stadt Stevenage, Lloyd Briscoe, hob besonders die Gastfreundschaft der französischen Gastgeberinnen und Gastheber hervor, die wie bei jedem Treffen, deutsche und englische Reiseteilnehmer beherbergen und sie mit dem Land vertraut machen.

Das Arbeitstreffen der offiziellen Stadtdelegationen fand am Vormittag in der Ehrenhalle des Rathauses von Autun statt. Hier stellten die Bürgermeister die anstehenden und zukünftigen Projekte der Partnerstädte vor.

In Autun, das auf eine deutlich rückläufige Bevölkerung blicken muss, fehlen trotzdem neue 2-3 Zimmer Wohnungen. Rund um den Bahnhof soll ein neues Stadtviertel entstehen, die Fußgängerzone wird eine neue Gestaltung erfahren und Hotels im Eigentum der Stadt werden renoviert. Das größte Projekt, das 38 Millionen Euro umfasst, 24 Millionen werden davon extern geschultert, ist das Museumsprojekt um das ehemalige Gefängnis.

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In Stevenage steht eine umfassende Verwaltungreform an, deren endgültige Form erst im Juli entschieden wird. Das Stadtzentrum wird erneuert, 1.000 neue Häuser wurden errichtet. Drei kleine neue Grünzonen wurden gestaltet und 121 Bäume entlang der Straßen gepflanzt. Für den Bahnhof stehen Renovierungsarbeiten an.

Breiten Raum nahm die Diskussion ein, wie man die Partnerschaft – besonders unter Einbindung von Jugendlichen – in Zukunft gestalten wolle. Dabei wurde auch die Frage der online-Kontakte diskutiert, um sparsam mit den Mitteln umzugehen. („online engagements“) Auf der Ebene von Sport, Musik, Kunst und Geschichte will man die Partnerschaft intensivieren und für die Schulen Austauschprojekte anbieten.

Neben den offiziellen Terminen hatten die französischen Gastgeber interessante Kulturanagebote im Programm. So wurde die große Saline von Salins-les-Bains und die Königliche Saline von Arc-et-Senans besucht. In Autun selbst standen die historischen Baudenkmäler und das große Museumsprojekt zur Besichtigung an.

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Das nächste Treffen der Dreierpartnerschaft wird voraussichtlich im Juni 2027 in Stevenage stattfinden.

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