Großbrand in Welgesheim: Feuer gelöscht, nun Nachlöscharbeiten
Warnung der Bevölkerung zurückgefahren +++
+++ 13 Einsatzkräfte verletzt +++
Welgesheim. Beim Großbrand auf dem Betriebsgelände eines Recycling-Betriebes in Welgesheim haben die
Einsatzkräfte des Brand- und Katastrophenschutzes des Leitstellenbereiches Mainz in der Nacht einen
entscheidenden Einsatzerfolg erzielt. Das Feuer ist gelöscht. Die Einsatzmaßnahmen dauern jedoch weiterhin
an.
Betroffen war eine Lagerhalle mit rund 100 Tonnen Gewerberestmüll. Das Brandgut wurde mit technischem
Gerät aus dem betroffenen Bereich herausgezogen, auf einer Freifläche verteilt und dort gezielt abgelöscht.
Der offene Brand ist gelöscht. Derzeit laufen Nachlöscharbeiten, Kontrollen auf mögliche Glutnester sowie
weitere Sicherungsmaßnahmen.
Die Gesamteinsatzleitung liegt wieder bei der Kommune. Unterstützt werden die Maßnahmen unter anderem
durch Kräfte aus Mainz, den Landkreisen Alzey-Worms und Bad Kreuznach, das Technische Hilfswerk, den
Rettungsdienst sowie weitere Hilfsorganisationen. Der Grundschutz für die Verbandsgemeinde Sprendlingen-
Gensingen ist weiterhin sichergestellt.
Warnung der Bevölkerung zurückgenommen
Die Warnung der Bevölkerung wurde nach Bewertung der aktuellen Lage und der Messergebnisse
zurückgenommen. Die zuvor über Warn-Apps und das Modulare Warnsystem verbreiteten
Verhaltensempfehlungen gelten damit nicht mehr.
Im direkten Umfeld der Einsatzstelle kann es dennoch weiterhin vereinzelt zu Geruchsbelästigungen kommen,
insbesondere durch Nachlöscharbeiten und das Bewegen von Brandgut. Rauch ist grundsätzlich weiterhin zu
meiden. Bürgerinnen und Bürger werden gebeten, den Bereich um die Einsatzstelle weiterhin nicht
aufzusuchen und die Arbeit der Einsatzkräfte nicht zu behindern.
Messungen der Umgebungsluft
Die Umgebungsluft wurde im Einsatzverlauf fortlaufend durch spezialisierte Messkräfte und Fachberater
überwacht. Nach aktuellem Stand liegen außerhalb des unmittelbaren Einsatzbereichs keine Hinweise auf
gesundheitsgefährdende Schadstoffkonzentrationen vor.
Medizinische Versorgung von Einsatzkräften
Der Einsatz stellte die Einsatzkräfte über viele Stunden vor erhebliche körperliche Herausforderungen. Grund
hierfür waren die lange Einsatzdauer, die Rauchentwicklung, die Arbeit unter Atemschutz sowie die hohe
Belastung im direkten Einsatzbereich.
Im bisherigen Einsatzverlauf wurden 13 Einsatzkräfte medizinisch versorgt, davon insgesamt neun Einsatzkräfte
zur weiteren Abklärung in umliegende Krankenhäuser transportiert. Nach aktuellem Kenntnisstand besteht
keine Lebensgefahr. Die Einsatzleitung achtet weiterhin auf regelmäßige Ablösung, Ruhezeiten, Verpflegung,
Flüssigkeitsversorgung und hygienische Maßnahmen für die eingesetzten Kräfte.
Bahnstrecke Bingen–Worms
Die Bahnstrecke Bingen–Worms war aufgrund der Rauchentwicklung und möglicher Sichtbehinderungen
gesperrt. Nach aktueller Bewertung ist eine Wiederaufnahme des Bahnverkehrs ab etwa 6 Uhr
vorgesehen. Die finale Freigabe erfolgt in Abstimmung mit den zuständigen Stellen der Deutschen Bahn.
Reisende werden weiterhin gebeten, sich vor Fahrtantritt direkt bei der Deutschen Bahn und den
Verkehrsunternehmen über mögliche Einschränkungen zu informieren.
Einsatz geht in Nachlöscharbeiten und Kontrollphase über
Nach dem Löschen des Feuers geht der Einsatz in die Phase der Nachlöscharbeiten, Kontrolle und des
schrittweisen Rückbaus über. Die Einsatzleitung bereitet zudem die Übergabe in örtliche Einsatzstrukturen vor.
Das anfallende Löschwasser wird zurückgehalten. Die weiteren Maßnahmen erfolgen in Abstimmung mit den
zuständigen Fachstellen.
Brandursache
Zur Brandursache können weiterhin keine Angaben gemacht werden. Ermittlungen sind erst möglich, wenn der
betroffene Bereich sicher betreten werden kann.
Nächste Informationen
Die Pressestelle des Brand- und Katastrophenschutzes Mainz-Bingen informiert erneut bei wesentlichen
Lageänderungen. Medienanfragen werden zentral über die Pressestelle des Katastrophenschutzes Landkreis
Mainz-Bingen beantwortet.
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