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Region • 30. Juni 2026

Hitze, Trockenheit, Waldbrand: Rettungsdienst und Katastrophenschutz im Dauereinsatz

Anhaltende Trockenheit, hohe Temperaturen und damit einhergehende gestiegene gesundheitliche Risiken bedeuteten für die Rettungskräfte in der Region am vergangenen Wochenende: Großeinsatz. Mit 1450 mussten fast doppelt so viele Einsätze wie zu normalen Zeiten gefahren werden. Zu den vielen hitzebedingten Herz-Kreislauf-Problemen kamen noch die Einsätze bei einem Flächenbrand in Worms und dem Waldbrand auf dem Rotenfels hinzu, bei dem auch der Mainz-Binger Katastrophenschutz mit 45 Kräften unterstützend im Einsatz war.

Landrat Thomas Barth dankte den Hilfskräften aus allen Bereichen ausdrücklich für den unermüdlichen Einsatz: „Die vergangenen Tage haben einmal mehr gezeigt, wie verlässlich und lösungsorientiert die Zusammenarbeit zwischen Leitstelle, Hilfsorganisationen und Einsatzkräften in unserer Region funktioniert.“

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Die Rettungswachen waren in diesen Tagen außerordentlich gut besetzt: Angesichts der sich frühzeitig abzeichnenden Wetterlage hatte die hiesige Rettungsdienstbehörde, ansässig in der Kreisverwaltung Mainz-Bingen, bereits im Vorfeld bei den Hilfsorganisationen eine Erhöhung der Fahrzeugvorhaltung angefragt, um für das erwartete erhöhte Einsatzaufkommen ausreichend Kapazitäten bereitzuhalten – eine Entscheidung, die sich in den folgenden Tagen als ausschlaggebend erweisen sollte.

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Die angefragten Organisationen zeigten sich durchweg kooperativ und stellten kurzfristig zusätzliche Fahrzeuge zur Verfügung. Besonders hervorzuheben sind aus Sicht der Behörde die entstandenen kreativen und pragmatischen Lösungen: So konnten Fahrzeuge und Besatzungen verschiedener Hilfsorganisationen flexibel auch die Wachen anderer Organisationen mitnutzen, wenn dort selbst keine eigenen Kapazitäten zur Verfügung standen. Dieses unkomplizierte, organisationsübergreifende Zusammenwirken hat maßgeblich dazu beigetragen, die rettungsdienstliche Versorgungssicherheit in der Region durchgehend aufrechtzuerhalten.

Als die Kapazitäten im Haupt- und Ehrenamt des Rettungsdienstes schließlich ausgeschöpft waren, wurden ergänzend Einheiten des Katastrophenschutzes hinzugezogen. „Die Zusammenarbeit mit den Brand- und Katastrophenschutzinspektoren (BKI) gestaltete sich dabei außerordentlich konstruktiv und trug entscheidend dazu bei, die Versorgung auch in dieser Phase sicherzustellen“, sagte der Ärztliche Leiter Rettungsdienst (ÄLRD), Dr. Carsten Lott. Zur durchgehenden Abstimmung war die Rettungsdienstbehörde im Führungsstab bei der Berufsfeuerwehr Mainz vertreten und stand so im direkten Austausch mit allen Einsatzbeteiligten.

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Auch die Leitstelle reagierte frühzeitig und zog dienstfreies Personal heran, um die eigenen Kapazitäten erheblich zu verstärken. Denn während an einem gewöhnlichen Wochenende rund 800 Einsätze in der Leitstelle abzuarbeiten sind, waren es an diesem Wochenende fast doppelt so viele. Auch bei den besonders zeitkritischen Notfällen zeigte sich die außergewöhnliche Belastung deutlich: So wurden an diesem Wochenende 37 Herzkreislaufstillstände registriert, gegenüber 11 im Vergleichszeitraum des Vorjahres.

Dass dieses anspruchsvolle Lagebild ohne Engpässe in der Versorgung bewältigt werden konnte, ist maßgeblich der umsichtigen Personalplanung sowie dem hohen Engagement der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Leitstelle zu verdanken. Dr. Carsten Lott: „Dass in einer derart angespannten Lage mit gleich mehreren Großschadensereignissen und einem doppelt so hohen Einsatzaufkommen jederzeit eine bedarfsgerechte rettungsdienstliche Versorgung sichergestellt werden konnte, ist eine außerordentliche Leistung aller Beteiligten. Besonders beeindruckt hat uns die Bereitschaft, organisationsübergreifend pragmatische Lösungen zu finden. Dafür gilt allen Einsatzkräften, den Organisationen sowie den Kolleginnen und Kollegen in der Leitstelle unser ausdrücklicher Dank."

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