Kreistag gibt Geld für Neuaufstellung des Heilig-Geist-Hospitals frei
Für das Heilig-Geist-Hospital (HGH) in Bingen gibt es einen Neuanfang. Kreistag Mainz-Bingen und Stadtrat Bingen haben in einer gemeinsamen Sitzung eine weitere finanzielle Unterstützung beschlossen. Demnach gibt der Landkreis 1,29 Millionen Euro frei, die Stadt 1,35 Millionen Euro. Finanziert werden soll damit die Transformation des Krankenhauses zu einer Regio-Klinik, die offiziell ab dem 1. Januar 2027 an den Start gehen soll.
Die künftige Regio-Klinik wird über rund 50 Betten verfügen. Geplant ist, den Schwerpunkt auf die Innere Medizin und die Geriatrie zu legen. Unterstützt wird das Konzept vom Land Rheinland-Pfalz, das einen Klinikstandort in Bingen als wichtigen Baustein für die gesundheitliche Versorgung in der Region sieht. Vor allem die kleineren gesundheitlichen Notlagen sollen durch die Regio-Klinik abgedeckt werden, damit die großen und zum Teil spezialisierten Krankenhäuser davon entlastet werden. Für die Transformation stellte der bei der Sitzung in Bingen anwesende rheinland-pfälzische Gesundheitsminister Clemens Hoch weitere 2,5 Millionen Euro für Investitionen in Aussicht.
Landrat Thomas Barth unterstützt den Weg hin zu einer Regio-Klinik: „Wir haben 2024 gesagt, dass wir das Haus in eine neue Struktur überführen wollen und dafür gemeinsam mit der Stadt Bingen 15,8 Millionen Euro bereitgestellt. Der jetzt freigegebene Betrag bewegt sich noch innerhalb dieses Rettungsschirmbetrages. Deshalb habe ich mich für diesen Beschluss stark gemacht.
Die Pläne, das HGH als Vollkrankenhaus zu erhalten, lassen sich leider nicht realisieren. Wir haben nun aber die Chance, dass wir ein Haus auf die Beine stellen, mit dem wir eine ärztliche Grundversorgung für unsere Bevölkerung bieten können.“
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