Die Ordnungstherapie
Tags: Gesundheit, Koch, Darm, Übergewicht, Ernährung,

Die Darmgesundheit ist ein sehr aufschlussreiches Thema. Bei Störung der Darmflora und der Verdauung kann ein Mensch nur schwer gesund werden. Das alte Sprichwort: „ein gesunder Darm wird selten krank“ zählt für mich in unserem Behandlungsansatz als federführend. Zu der Darmgesundheit gehören die drei E‘s: ernähren, entsäuern und entschlacken.

Aufgrund der dauerhaften Fehlernährung der modernen Industriegesellschaft, deren Essverhalten und deren ungesunder Lebenswandel „versauert und verschlackt“ der Mensch zunehmend. Es treten die bekannten Zivilisationskrankheiten (besonders Herzinfarkt, Schlaganfall und Diabetes Typ II) auf. Da auch der moderne Mensch seinen Blut-PH-Wert neutral halten muss, er aber ein Überangebot von Säure bekommt, gibt er Säure ans Gewebe ab und es entstehen Schlacken. Zum Lagern der Schlacken im Gewebe benötigt der Organismus Minerale, die dann dem Skelettsystem entzogen werden.

Ein ärztlicher Kollege sagte neulich: „Wir sterben den sauren Tod.“ Deshalb ist das Entsäuern, Entgiften und Entschlacken (geht ineinander über) die Basis für die Unterstützung ganzheitlicher Heilverfahren, wie zum Beispiel der Homöopathie.
Aufgrund saurer Ernährung entstehen viele chronische Krankheiten der modernen Zivilisation wie Autoimmunerkrankungen, Krebs, Diabetes mellitus, Morbus Crohn und rheumatische Erkrankungen wie Fibromyalgie, CLS, Allergien, Psoriasis, Alzheimer, Parkinson und Myokarditis. Aber auch Zahnfleischbeschwerden (Parodontose und Gingivitis), empfindliche Zähne, Karies, Haarausfall und Glatzenbildung, glanzloses Haar, Stuhl und Wasserprobleme sowie brüchige Nägel können dadurch entstehen. Muskelkrämpfe, rissige und trockene Haut, Ekzeme und Osteoporose (da Mineralien benötigt werden, um die Säure aus dem Blut zu bringen, damit der PH-Wert aufrechterhalten wird; und somit entsteht im Bindegewebe saure Schlackenbildung) sind weitere Folgen einer sauren Ernährung. Basische Ernährung dagegen führt zu Gelenk- und Knochenfestigkeit, ist gegen Gefäßverkalkung (Arteriosklerose), Wirbelknacken und -verschiebungen und dient der Hautstabilisierung und Aktivitätszunahme.

Allgemein kann man sagen, dass es am gesündesten ist, wenn man „Lebensmittel“ aus der ersten Reihe isst, also keine weiterverarbeitete industriell hergestellte Nahrung.

Entsäuert wird durch das Ersetzen der Säurebildner in der Ernährung durch basische Nahrung und vor allem durch Reduzierung aller säurebildenden Speisen. Das wichtigste ist das Einstellen des Zuckerkonsums, der auch oft versteckt eine Rolle spielt:

So sind pflanzliche Fette den tierischen vorzuziehen: Sie können so für eine gewisse Zeit vegetarisch leben. Verzichten Sie für zuerst einmal für mindestens 2-6 Wochen auf Säurebildner: Fleisch, Wurst, Fleischprodukte, Eier, Milchprodukte, Käse, Schwarztee, Kaffee, Alkohol, Nikotin und natürlich jede Art von raffiniertem Zucker (Kuchen und Tortenpartys). Natürlich sollten Sie die nächste Zeit möglichst Fastfood von Ihrem Speiseplan streichen bzw. auf ein Mindestmaß reduzieren!
Sie müssen nicht hungern. Die Mutter Erde hat genug Möglichkeiten geschaffen, dass wir täglich satt werden und den Heilweg, den unser Organismus geht, massiv zu unterstützen.

Beispiele für basische Ernährung:

Allgemein kann man sagen, dass man sich durch Gemüse, Obst, Getreide, Soja-Produkte und Keimlinge basisch ernähren kann. Natürlich sind auch hier Unterschiede zu verzeichnen, jedoch wenn Sie auf die oben genannten Säurebildner verzichten, verzeiht ihnen der Körper auch die mehr säurehaltigen Obst und Gemüsesorten wie Zitrusfrüchte und Tomaten. Achten sollten Sie aber auf reife Früchte, denn „je unreifer desto mehr Säure“ ist enthalten. Besonders gut geeignet zur basischen Ernährung sind Hülsenfrüchte wie Bohnen, Erbsen, Linsen, Sojaprodukte, Sprösslinge, Kürbis und Kartoffeln.

Entgiftet wird der Organismus durch Darmregulierung und durch Einnahme pflanzlicher „Antibiotika“, die geeignet sind, fremde Lebewesen aus dem Körper zu eliminieren. Besonders geeignet sind hier Cistus-Tee (ein Esslöffel Tee, 1 Liter Wasser und 8-10 Minuten ziehen lassen), Artemissia annua anamed-Tee (1 Teelöffel auf 1 Tasse Wasser) am Morgen UND Zwiebelgewächse: Knoblauch, Lauch, Schnittlauch, Bärlauch, Kresse (Brunnenkresse, Kapuzinerkresse), Meerrettich und Ingwer. Diese gehören nach unserer Meinung zu jeder guten Ernährung, mit - wenn möglich - täglicher Einnahme. Der Körper kann zusätzlich gereinigt werden durch das Entgiften der Leber mit Mariendistel und Schöllkraut, der Magen-Darm-Trakt mit Tausendguldenkraut, entgiften des Blutes mit Brennnessel jeder Art und die Lymphe können durch Löffelkraut (Herba cochleariae) entgiftet werden. Weiter dienen Enzyme wie Rechtsregulat zum Abtransport der Stoffe. Zur Unterstützung der Körperentgiftung hilft, täglich einen Teelöffel Obstessig am Morgen zu trinken.

Entschlacken: entschlackt wird durch Einnahme von Mineralen: hier eigenen sich besonders Kräutertees und die o. g. basische Ernährung. Besonders bewährt hat sich hier der Grüne Tee, der problemlos schwarzer Tee und Kaffee ersetzen kann.
Grüner Tee: Vitamin A, B, B1, B12, Molybdänsäure, Tannin, Fluor, Saponoine und Theophyllin (koffeinähnlich). Grüner Tee bringt neben der Entschlackung und Basenbildung auch ein Schutz vor Magenkrebs, Alterung, Arteriosklerose und Karies.

Coenzym Q10: Energielieferant für alle Zellen; hat eine antioxidative Schutzfunktion in der Zelle und der Zellmembran. Durch den Erhalt der Elastizität der Zellwände wird eine Versteifung der Gefäße verhindert. Q10 ist besonders für die Energieversorgung des Herzmuskels unverzichtbar, da das Herz dauerhaft große Leistungen erbringen muss. Deshalb enthält der Herzmuskel auch mehr Q10 als alle anderen Organe.

L-Aminosäuren: Arginin, L-Carnitin, Lysin, Prolin und Cystein sind notwendig in der Behandlung von Arteriosklerose sowie kongestiver Herzinsuffizienz. Auch für das Immunsystem und für den Herzkreislauf sind sie von immenser Bedeutung.

Selen: Selen ist ein Spurenelement, das vor allem bei Krebspatienten immer erniedrigt ist. Ein ausreichender Selenspiegel schützt (auch vor Krebs).

Vitamin D: achten Sie auf einen ausreichenden Vitamin D-Spiegel. Vitamin D-Mangel ist weit verbreitet, verursacht Infektanfälligkeit, Osteoporose und psychische Erschöpfung.

Magnesium: Magnesium ist der Antistress-Mineralstoff; krampflösend (auch für Koronarien) und senkt den Blutdruck.

Calcium: ist blutdrucksenkend und hat einen positiven Einfluss auf die Blutgerinnung.
Magnesium und Calcium können über Vitamin C gebunden werden; es verstärkt dessen präventiven Schutz. Vitamin C (Ascorbinsäure) ist ein wesentliches Oxidans.

Also bei Übergewicht, Bauchfett, Bluthochdruck und Diabetes - denken Sie über ihre Ernährung nach. Es hilft alleine schon auf Süßes und Weizen zu verzichten. Wenn es ihnen schwer fällt, überdenken Sie ihre Glaubensätze oder holen sich Hilfe bei einer Diätberatung.

Ein Bericht von Dr. med. Thomas Koch,
1. Vorsitzender Landesverband Hessen / Rheinland-Pfalz / Saarland des
DZVhÄ – Deutscher Zentralverein homöopathischer Ärzte e.V.


Bildquelle: Pixabay

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