DonnerstagDo., 6. Oktober 2022
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Ort: Ingelheim
Klimaschutz, 31. März 2022

Workshop Klimaverantwortung und CO2-Kompensation

Workshop Klimaverantwortung und CO₂-Kompensation im Rahmen des Masterplans „CO₂-neutrales und klimaresilientes Ingelheim 2040“

Wie CO₂-neutral kann Ingelheim werden? Oder: „Wie klein wird die 0?“

Am 24. März 2022 fand der bereits dritte Workshop zum Masterplan „CO₂-neutrales und klimaresilientes Ingelheim 2040“ mit Vertreterinnen und Vertretern der Stadtratsfraktionen statt. Schwerpunkte des Workshops waren die Klimaverantwortung und Möglichkeiten der CO₂-Kompensation.

Ziel des Masterplans ist die CO₂-neutrale und klimaresiliente Stadt im Jahr 2040 und damit heute schon die aktive Gestaltung von Klimaschutz und Klimaanpassung in Ingelheim. Klimaschutz und Klimaanpassung sind eng miteinander verbunden und erfordern gemeinsame, interdisziplinäre Lösungen. Vor diesem Hintergrund hat Umweltdezernentin Dr. Christiane Döll in Zusammenarbeit mit der städtischen KlimaWerkstatt zu diesem Workshop eingeladen. „Ich freue mich, dass wir uns in dieser Konstellation bereits zum dritten Mal treffen, um miteinander zu lernen und Wissen zu teilen, aber auch um politisch und strategisch zu diskutieren, welche Projekte wir im Rahmen des Masterplans sinnvoll und effektiv hier in Ingelheim umsetzen können“, so Dr. Döll zu Beginn des Workshops.

Bei den beiden vorangegangenen Workshops standen die Themen CO₂-Neutralität und Klimaresilienz im Vordergrund. Der Workshop am 24. März vermittelte einen fachlichen Einblick in die Klimaverantwortung und gleichzeitig die Grenzen zukünftiger CO₂-Kompensationsmaßnahmen.

„Die CO₂-Neutralität bis 2040 ist ein ambitioniertes Ziel. Szenario-Berechnungen für den Mobilitätssektor in Ingelheim zeigen, dass wir nicht in allen Sektoren CO₂-neutral werden können. Aber wir brauchen jetzt ein Ziel, wir müssen es jetzt angehen und uns die Frage stellen, wie wir mit dem Delta umgehen können“, fasste Roland Beek, Leiter des Umwelt- und Grünflächenamtes, in seinem Impuls zusammen.

Dr. Martin Cames vom Öko-Institut e.V. erläuterte das Konzept der Klimaverantwortung und die damit verbundene Idee, ein Klimabudget zu errechnen, das heute schon in innovative Klimaschutzmaßnahmen investiert wird. Florian Diehl, Leiter des Eigenbetriebs Stadtwald, zeigte die Bedeutung des stadteigenen Waldes mit seiner Klimafunktion auf und welchen Beitrag der Stadtwald heute schon zum Klimaschutz leistet. Dazu gehören neben seiner ökologischen Funktion die lokale, hochwertige Nutzung von Holz sowie die betriebseigene Hackschnitzelheizanlage. Es wurde engagiert die Frage diskutiert, wie es gelingen kann, den Stadtwald so aufzuwerten, dass ein zusätzliches Kompensationspotenzial entsteht.

Die Ergebnisse des Workshops bilden wichtige Bausteine im Masterplan CO₂-neutrales und klimaresilientes Ingelheim 2040 und sollen dabei unterstützen, Klimaschutz und Klimaanpassung als Querschnittsthemen in Planungs- und Entscheidungsprozesse frühzeitig zu integrieren und alle Beteiligten in den Prozess der Umsetzung verstärkt mit einzubinden. Aufbauend auf den Workshop ist die Einbindung der Öffentlichkeit in den Masterplanprozess als weiterer wichtiger Baustein, der bereits in Vorbereitung ist.

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