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Kräuter • 2. Dezember 2021

Die Wildrose

Die Wildrose (Rosa spec)
Bei einem schönen winterlichen Spaziergang entdeckt man sie jetzt in der Landschaft leuchten: rot glänzende Hagebutten. Sie sind die bekannten und zu früheren Zeiten vom Menschen sehr geschätzten Früchte der Wildrose. Unter dem Sammelbegriff „Wildrose“ werden ca. 30 verschiedene heimische Arten zusammengefasst, welche von der Küste bis ins Hochgebirge zu finden sind. Die allerdings wohl bekannteste, weil häufigste Wildrose ist die Hunds-Rose (lat. Rosa canina) mit ihren zartrosa, zur Mitte hin heller werdenden Blüten. Sie wächst in ganz Mitteleuropa und wird auch Heckenrose, Heiderose oder Hagrose genannt. Der Name „Hundsrose“ ist eine Ableitung des lateinischen Zusatzes „canis“, was in früheren Zeiten mit „Hund“ übersetzt wurde und für „niedriges“ oder „gewöhnlich“ stand. Die Hundsrose war also eine „gemeine“ bzw. gewöhnliche Rose, die in früheren Zeiten sehr häufig an Wald- und Wegrändern wucherte. Ihre Verbreitung reicht über ganz Europa und den Nordwesten Afrikas. Sie kann dabei bis zu 300 Jahre alt werden.

Die Blütezeit der Wildrosen beginnt im Juni. Im Frühsommer fungieren Wildrosen als Hauptpollenspender für Bienen, die mit den Pollen ihre Brut füttern. Aber nicht nur Bienen besuchen die Wildrosen, sie ist auch wichtig für Schmetterlings-, Käfer-, Wanzen- und Blattwespenarten. Die Blütenblätter gezüchteter Rosen stehen so eng, dass Insekten nicht an die Staubgefäße kommen.

Heute werden die rotleuchtenden Hagebutten häufig nur als herbstliche Dekoration genutzt. Dabei sind sie eigentlich „super fruits“. Die Früchte schmecken entkernt sehr gut und besitzen das gesundheitsfördernde Vitamin C. Alle Hagebutten sind essbar und enthalten noch weitere Vitamine und Mineralien. Diese wirken anregend auf den Stoffwechsel und die Verdauung. Die Hagebutte hat außerdem entzündungs- und schmerzhemmende Heilwirkung. Außerdem sollen die roten Früchte dank des Vitamin B1 eine beruhigende, stressreduzierende Wirkung haben.

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Quelle: Wildkräuterbotschafterinnen Christine Börner (Nabu Alzey) und Sinje Jankowski (Nabu Bingen)

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