Singer Pur in der Burgkirche
Eine Reise quer durch die Vokalmusik
Ihre Wurzeln haben die männlichen Sänger alle in Regensburg. Als Regensburger Domspatzen kamen sie mit Gesang und Musik erstmalig in Kontakt. Nach einem Gesangsstudium entwickelte sich die Idee, eine eigene Gruppe zu gründen. Im März 1992 begann die Karriere von Singer Pur und entwickelte sich zu einer der führenden A-cappella-Formationen weltweit. Seit 1995 unterstützt Claire Elizabeth Craig als Sopranistin die Gruppe mit ihrer beeindruckenden und starken Stimme.
1994 gewann das Sextett den 1. Preis des Deutschen Musikwettbewerbs in Bonn und ein Jahr später den Grand Prix für Vokalmusik beim internationalen Tampere-Musikfestival in Finnland. Weitere Auszeichnungen folgten z.B. der OPUS KLASSIK Preis und der ECHO KLASSIK Preis, mit dem sie insgesamt drei Mal geehrt wurden.
Am Samstag, den 9. September 2023 konnten Musikbegeisterte ein Konzert von Singer Pur in der Burgkirche genießen. Das zwei-stündige Programm führte quer durch die Vokalmusik, von geistlich bis weltlich über Klassik zu Pop. In der Landesmusikakademie in Schloss Engers hatten die Künstler Gelegenheit, sich auf das Konzert vorzubereiten.
Die vorgetragenen Gesangsstücke führten die Zuhörerinnen und Zuhörer durch Natur und Landschaft, zu Liebe und den Untiefen der menschlichen Seele. Mit Clara Schumanns Gondoliera begaben sich die Sänger in die Epoche der Romantik und Franz Schuberts Die Nacht führte durch das nächtliche Wien. Aufhorchen ließ das orthodoxe Gebet Otche nash von Nikolai Kedrov, das in Kreisform am Altar vorgetragen wurde. Vor der Pause zogen die Sänger mit Ndikhokhele Bawo, einem afrikanischen Gebet, das Publikum in ihren Bann.
Mit dem Schlaflied Durme durme von Sefardisch/Lauren Hassler, das sehr einfühlsam und emotional vorgetragen wurden, unterstrich Singer Pur die Vielfalt ihres Repertoires. Ein englisches Volkslied aus der Mitte des 13. Jahrhunderts wurde in altenglisch vorgetragen. Auch Friedrich Silchers Die Loreley fand Eingang in die Reise durch die Vokalmusik. Ungewöhnlich, weil mehr gesprochen als gesungen, überraschte man das Publikum sodann mit einer Story von John Cage, in der sich alles um Once upon a time drehte. Mit einem modernen Evergreen Cheek to cheek von Irving Berlin ging das Programm zu Ende. Das Publikum bedankte sich mit langem Applaus und erntete dafür eine Zugabe.







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