Fachaustausch Integration stärkt Vernetzung im Landkreis Mainz-Bingen
Integration lebt vom Austausch: Beim „Fachaustausch Integration“ des Integrationsbüros des Landkreises Mainz-Bingen kommen regelmäßig Akteurinnen und Akteure der Integrationsarbeit zusammen, um aktuelle Herausforderungen zu besprechen und Lösungen zu entwickeln. Das Treffen bietet eine wichtige Plattform für Vernetzung und fachlichen Austausch.
„Der ‚Fachaustausch Integration‘ zeigt, wie wichtig eine enge Abstimmung und verlässliche Netzwerke in der Integrationsarbeit sind. Nur wenn alle beteiligten Akteure gut miteinander vernetzt sind, können wir bedarfsgerechte Lösungen entwickeln und Integration nachhaltig gestalten“, betont die Kreisbeigeordnete Almut Schultheiß-Lehn.
Die Treffen sind in der Regel themenbezogen und richten sich nach den aktuellen Bedarfen aus der Praxis. Beim jüngsten Termin stand das Thema „Freiwillige Rückkehr“ im Mittelpunkt. Die Ausländerbehörde gab dazu einen verständlichen Überblick über rechtliche Grundlagen, Unterstützungsangebote und den Ablauf entsprechender Verfahren.
Anhand konkreter Beispiele wurde deutlich, wie wichtig eine frühzeitige und transparente Beratung ist. Eine freiwillige Rückkehr kann durch verschiedene Förderprogramme unterstützt werden – etwa mit finanziellen Hilfen, die den Neustart im Herkunftsland und die berufliche Wiedereingliederung erleichtern.
Die Anwesenden nutzten die Gelegenheit, gezielt Fragen zu stellen und konkrete Fallkonstellationen aus der Praxis einzubringen. Der direkte Austausch wurde dabei als besonders gewinnbringend bewertet, da er zur Klärung von Unsicherheiten beiträgt und die Handlungssicherheit im Arbeitsalltag stärkt.
Zu den Teilnehmenden zählen unter anderem Migrationsberatungsstellen sowie weitere Fachstellen, die im Bereich Integration tätig sind. Ziel des Formats ist es, aktuelle Entwicklungen aufzugreifen, Informationen weiterzugeben und die Zusammenarbeit auf Kreisebene kontinuierlich zu stärken.
Im Laufe des Treffens stellte das Integrationsbüro aktuelle Entwicklungen auf Kreisebene vor, darunter das neue Förderprogramm „Kommunales Integrationsmanagement RLP“ sowie den Jahresschwerpunkt „Berufliche und gesellschaftliche Teilhabe zugewanderter Frauen“. Gerade dieses Thema rückt zunehmend in den Fokus: Zugewanderte Frauen sehen sich beim Zugang zu Bildung und Arbeit oft mit besonderen Hürden konfrontiert – etwa durch familiäre Verpflichtungen oder fehlende Netzwerke. Gleichzeitig bietet ihre stärkere Teilhabe großes Potenzial für Gesellschaft und Arbeitsmarkt.
Um diese Chancen besser zu nutzen, plant das Integrationsbüro verstärkt internationale Frauentreffs im Landkreis zu besuchen und dort gemeinsam mit Partnern Informationen zu Ausbildung und Beschäftigung anzubieten. Dieses erfolgreiche Konzept aus dem Vorjahr soll nun weiter ausgebaut werden.
Mit dem „Fachaustausch Integration“ leistet das Integrationsbüro einen wichtigen Beitrag zur strukturierten Zusammenarbeit im Landkreis und schafft einen Raum, in dem fachliche Expertise gebündelt und weiterentwickelt werden kann
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