Eroica Grmania - International Cycling Filmfest...
Ort: Rheingau
Beginn: 23.08.2019, 20:00 Uhr
Ende: 23.08.2019, 23:30 Uhr
Tags: Fahrrad, Festival

EROICA GERMANIA PRÄSENTIERT - INTERNATIONAL CYCLING FILMFESTIVAL!

Weingut Baron zu Knyphausen / Draiser Hof - 23.8. 19 20 Uhr:

Liebe Filmfreunde, liebe Freundinnen schöner Rennräder, das Vintage-Fahrrad verspricht Rettung vor dem sicheren Untergang. Dies ist die Botschaft des Films „Iron Horse“ von Teresa Väli aus Estland: Ein Fahrradfahrer gerät in der estnischen Wildnis in eine lebensbedrohende Situation, und als alle Hoffnung verloren scheint, rettet ihm sein Fahrrad, ein Kettler aus den 80er Jahren, das Leben. Es wird aber – unglücklicher Held! – am Ende vom Geretteten verstoßen. Wir rufen mit unserem ICFF-Eroica-Spezialprogramm dem abtrünnigen Freund protestierend zu, dass das Fahrrad gut ist für die Menschheit, und deswegen soll man sein Fahrrad mögen und pflegen.

Die diesjährige Eroica-Rolle des Internationalen Festival des Fahrrad-Films erzählt viele Geschichten über die Beziehung zwischen Mensch und Fahrrad. Richtig schön queer geht es in “A Bicycle in Love“ zu, ein Film über die glückliche Liebe zwischen Daisy und dem charmanten Fahrrad Greg. An anderer Stelle empfiehlt es sich, Taschentücher bereit zu halten, denn wie im echten Leben enden die filmischen Beziehungen oftmals tragisch, wie etwa in der zauberhaften Animation „Bike Ride“ von Tom Schroeder aus den USA.

Mit dem französischen Romancier Stendhal ließe sich sagen, der Fahrradfilm ist ein Spiegel, den man per Lastenrad die Landstraße entlang fährt. Dort sehen wir den jungen Edouard,
der im gleichnamigen Film von François Fournier, Kanada, mit dem Fahrrad davon fährt, so weit es geht, „um zu sehen, ob ich es kann“ – mit dem Fahrrad als eine Möglichkeit, aus der Kindheit auszubrechen. Auch Jean-Aimé Bigirimana, ein kanadischer DJ mit ruandischen Wurzeln, versucht den Ausbruch. Im Film „Escape“ von Anjali Nayar flieht er, astronautengleich und bildgewaltig, ins ewige Eis.

Für die spirituelle Erbauung sorgt der Film „Der Langsamwallradfahrer“ von Fritz Tietz: „Nicht nur die Wege des Herrn sind unergründlich, zuweilen sind es auch seine Radwege“. Begeben wir uns gemeinsamen auf den filmischen Weg, der, wie es sich für die Eroica gehört, teils steinig, teils mit sehr unterhaltsamen Abschnitten, in eine bessere Welt führt – voller Fahrräder, am besten älterer Bauart.

Herzlich Gernot Mühge und Chris Wawrzyniak

Bildquelle: Rheingau-Taunus Kultur und Tourismus GmbH

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