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Was blüht denn da am Wegesrand: Die Wilde Möh...

Was blüht denn da am Wegesrand: Die Wilde Möhre:

Für den Laien wird die in Europa heimischen Wilde Möhre leicht als Unkraut abgetan. Sie ist relativ anspruchslos, deshalb findet man sie an vielen Standorten wie zum Beispiel offene Wiesen, Brachflächen sowie in nährstoffreichen Staudenfluren. Sie ist die ursprüngliche Art der heute bekannten Karotte, die aus der Züchtung der Wilden Möhre mit der violettfarbenen Afghanischen Wildmöhre und der Riesenmöhre hervor. und. Die Wilde Möhre tritt meistens in großer Zahl auf und ist zweifelsfrei an ihrem schwarzen Punkt in der Mitte der Blüte, der sogenannten Mohrenblüte, zu erkennen. Die noch nicht voll erblühte Blüte ist leicht nach unten gewölbt, dann wird sie zum flachen Teller, während der Fruchtstand sich später nestartig nach oben wölbt. Die Blüten der bis zu 140 cm hohen Pflanze ziehen jede Menge Insekten an. Die ganze Pflanze ist rau und behaart, sie passt sich also gut an Hitze und Trockenheit an.

Auch heute ist das weiß blühende, zu den Doldenblütler gehörende Gewächs, ein weit verbreitetes Wildkraut, das natürlich auch in der Küche vielseitig verwendet werden kann. Alle Teile der vermutlich aus Vorderasien kommenden Pflanze sind essbar. Besonders delikat erweist sich die meist nur kleinfingerdicke weiße Pfahlwurze, aber auch die Samen und Blätter werden genutzt. Die Wilde Möhre ist nicht nur schmackhaft, sondern auch heilend, dies wusste man bereits im Altertum. Es gilt als gesichert, dass sie sich auf den Blutzuckerspiegel regulierend auswirkt und die in der Pflanze enthaltenen Pektine bei Verdauungsstörungen wie Durchfall helfen. Hierfür kann die Wilde Möhre roh oder gegart verzehrt werden. Zur Durchspülung der Harnwege sind die Samen des Doldenblütlers nützlich.

Je nach Wetterlage und Standort wächst die Wilde Möhre bis Ende September und bildet zwischen Mitte Mai bis Ende August die weißen Blüten aus.