Landfrauen - Bewegung mit Zukunft
Als 1991 die Deutsche Bundespost eine Briefmarkenserie mit den Porträts bedeutender Frauen der deutschen Geschichte herausgab, war auf dem 70-Pfennig-Wert Elisabet Boehm (1859 – 1943) abgebildet. Wer war diese Frau und worin liegt ihre Bedeutung? Diese Frage können Ihnen wohl am ehesten die Ingelheimer Landfrauen beantworten. Denn ihre Bewegung geht auf eben diese Frau aus ostelbischem Gebiet zurück. Im damaligen patriarchalisch gesinnten Kaiserreich waren Frauen – gerade auf dem Lande – meist auf eine „Nebenrolle“ als „Gehilfin und Unter- stützerin“ des Hausherrn reduziert. Elisabet Boehm wollte Frauen aus diesem Schattendasein herausführen und ihnen zu mehr Anerkennung ihrer Leistung verhelfen. Aber auch zu mehr Bildungschancen als Voraus- setzung für die eigene Selbstverwirklichung. Genau in dieser Tradition sehen sich auch die Landfrauen unserer Tage. Und so haben sie auch das Symbol ihrer Bewegung von der mutigen Vorkämpferin übernommen – die Biene!
Viele der positiven Eigenschaften und Verhaltensweisen dieses Insekts finden sich auch im Wertekanon moderner Landfrauen. Sie finden Ausdruck in zahlreichen Aktivitäten – auch in unserer rheinhessischen Region. Dabei „schmort“ man keineswegs „im eigenen Saft“. Die Land- frauen sprechen mit ihrem Angebot alle interessierten Bürgerinnen und Bürger an. Sie sind also nicht ausschließlich auf ein weibliches Publikum fixiert. Und bei besonders fortschrittlichen „Bienenvölkern“ – wie in Ingelheim – wird sogar Männern die Aufnahme nicht verweigert …
Höchste Zeit also für ein baldiges Kennenlernen der hiesigen „Bienen“! Nähere Informationen – auch zum Programmangebot für 2026 – gibt es unter der Mailadresse Landfrauen.Ingelheim@gmx.de.
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Soweit nicht anders vermerkt, sind die Veranstaltungen kostenfrei und finden jeweils um 19:00 Uhr im Weiterbildungszentrum (WBZ), Fridtjof-Nansen-Platz 3 statt. Dr. Zsolt Török Győző, Universi...








