Vortrag: Römischer Schmuck aus Ingelheim - Fibeln als Schutz vor bösen Geistern?
Der Historische Verein Ingelheim lädt ein zu einem Vortrag von André Madaus M.A.: „Römischer Schmuck aus Ingelheim – Fibeln als Schutz vor bösen Geistern?“ am Mittwoch, 22.4., 19.00 Uhr, im Weiterbildungszentrum Ingelheim (WBZ), Fridtjof-Nansen-Platz 3.
Ab dem späten 1. Jh. entwickelten sich im gallo-römischen Raum aus den ursprünglich zum Zusammenhalten der Kleidung getragenen Gewandspangen wahre Schmuckstücke. Die meist kleinen, aber oftmals aufwändig gestalteten und prächtig mit Glas, Silber, Bein oder Niello-Einlagen verzierten Fibeln ähneln unseren heutigen Broschen. Es ist jedoch unklar, ob sie nur zur Zierde getragen wurden, oder noch andere Funktionen hatten: Objekte wie die in einer römischen Villa rustica bei Großwinternheim gefundenen emaillierten Fibeln in Gestalt einer Schuhsohle und einer extrem seltenen Säge könnten auch als unheilabwehrende Zeichen oder Bekenntnis zu einer Berufsgruppe (Zimmerleute) getragen worden sein.
Der Vortrag findet im Rahmen des Römerjahres des Landkreises Mainz-Bingen statt. Höhepunkt ist der zentrale Römertag am Sonntag, 26. April.
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