Ostfriesland kommt zu Ingelheimer Senioren
Fleißige Helfer haben dem Saal im Gemeindehaus der Burgkirchen- gemeinde schon einmal einen Hauch von Ostfriesland verliehen. Die Bühne ist also bereitet für einen „Ostfriesischen Nachmittag“ im Rahmen der Seniorentage der Stadt Ingelheim. Und viele sind gekommen. Menschen mit ostfriesischen Wurzeln, solche, die schon mal Urlaub in der Region gemacht haben – aber auch echte „Neulinge“.
Fleißige Helfer haben dem Saal im Gemeindehaus der Burgkirchen- gemeinde schon einmal einen Hauch von Ostfriesland verliehen. Die Bühne ist also bereitet für einen „Ostfriesischen Nachmittag“ im Rahmen der Seniorentage der Stadt Ingelheim. Und viele sind gekommen. Menschen mit ostfriesischen Wurzeln, solche, die schon mal Urlaub in der Region gemacht haben – aber auch echte „Neulinge“.
Los geht es also mit einem Bildvortrag, in dem Dr. Michael Lerch u.a. schildert, wie die Ostfriesen schon früh ein Herrschaftssystem entwickelten, das sich grundlegend vom Feudalsystem des restlichen Landes unterschied. Spuren dieser „Friesischen Freiheit“ sind auch heute noch zu finden. Und für Ingelheimer interessant: diese Autonomie soll von Karl dem Großen gewährt worden sein! Aber auch auf die Heraus- forderungen durch die Nordsee geht der Vortrag ein und macht dies an dem Spruch „Gott schuf das Meer – der Friese die Küsten“ deutlich. Für Heiterkeit sorgt manche Schilderung privater Erlebnisse – etwa als beim Besuch eines Konzerts der Reihe „Weltklassik am Klavier“ in einem alten Gulfhof das Ehepaar Lerch bewunderte, dass der Pianist sich auch durch eine der „ansässigen“ Katzen auf der Bühne nicht irritieren ließ. Aber auch Ostfriesland als Drehort etlicher TV-Krimis wird in dem Vortrag mit eigenen Erlebnissen amüsant geschildert.
Für ostfriesische Geschmackserlebnisse sorgt dann Helga Lerch, die durch eine echte „Ostfriesische Teezeremonie“ führt – mit allem, was dazu gehört: echte Ostfriesentee-Mischung, „Kluntje“ (Kandis-Stücke), Sahne und „Krintstuut“ (Rosinenstuten), den sie nach ostfriesischem Rezept gebacken hat. 2016 wurde diese besondere Art des Teegenusses von der UNESCO als immaterielles Kulturerbe anerkannt. Und da muss man sich schon an die Regeln halten. Also erst ein Kluntje in die Tasse, dann den heißen Tee zugießen. Auf das Knistern des Kluntje achten! Dann mit einer kleinen Schöpfkelle vorsichtig Sahne (keine Milch!) am Tassenrand entgegen dem Uhrzeigersinn (!!!) zugeben. Damit soll quasi die Zeit angehalten werden. Es bildet sich nun ein „Wulkje“ (Wölkchen), das den Himmel über Ostfriesland symbolisiert. Und dann das Wichtigste: nicht umrühren! Beim Schlürfen (gehört dazu) schmeckt man nun zuerst das Cremige der Sahne, dann das Kräftige des Tees und zum Schluss das Süße des Zuckers. Drei Tassen sind üblich („Ostfriesenrecht“). Und wer dann keinen Tee mehr möchte, legt einfach den Löffel in die Tasse - - nicht daneben!
Am Ende der Veranstaltung haben die Teilnehmenden also eine Menge erfahren, was für die meisten – zumindest im Detail – so noch nicht bekannt war. Kein Wunder also, dass bei manchen der Wunsch aufkeimt, dieses „Land hinterm Deich“ im „Original“ auf eine Art zu erleben, die ein richtiges „Eintauchen“ erlaubt. Diesen Wunsch können sie sich erfüllen bei einer Bus-Exkursion des Weiterbildungszentrums Ingelheim nach Ostfries- land (20. – 27.09.2026).
Also schnell auf Google den Suchbegriff „WBZ Ingelheim Ostfriesland“ eingeben und mehr erfahren – und am besten gleich buchen. Das Ehepaar Lerch begleitet die komplette Reise – und der Bus ist immer dabei (also keine langen Wege!). Das Programm besteht aus Elementen, die die beiden Ostfriesland-Fans aus eigener Anschauung kennen – also keine „Katze im Sack“ …
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