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Region • 7. Juli 2024

Förderprogramme Klimaschutz

Kreis fördert Klimaschutz und Schritte hin zur Energiezelle: Jetzt Anträge stellen

Mit gleich drei neuen Förderprogrammen unterstützt der Landkreis Mainz-Bingen Vorhaben in Sachen Klimaschutz. Private Haushalte können den Austausch von Kühlgeräten und den Einbau einer Erd- oder Grundwasserwärmepumpe fördern lassen. Außerdem können Kindertagesstätten und Schulen von einem Zuschuss für mehr Hitzeschutz profitieren (wir berichteten). Insgesamt investiert der Landkreis 1,76 Millionen Euro in die drei Programme.

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Wärmepumpenförderung für Hauseigentümer

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Das Haus mit einer warmen Umweltquelle effektiv und effizient mittels einer Erd- oder Grundwasserwärmepumpe nach einem bestimmten Technikkonzept heizen – wer das möchte, hat jetzt die Chance den Einbau fördern zu lassen. Das Programm „Die Wärme ist unter uns“ finanziert den Einbau von insgesamt 40 Wärmepumpen, davon 35 Erdwärmepumpen und fünf Grundwasserwärmepumpen. In Summe stehen hierfür 960.000 Euro zur Verfügung. Anträge können ab dem 15. Juli beim Umwelt- und Energieberatungszentrum (UEBZ) Mainz-Bingen eingereicht werden.

Förderfähig sind Eigentümerinnen und Eigentümer aus dem Landkreis Mainz-Bingen, deren Wohnfläche maximal 200 Quadratmeter beträgt. Weitere Bedingung ist, dass sie ihre Verbrauchsdaten in das GEK-Tool (Gebäude-Energie-Kennzahlen) eingeben – und zwar für jeweils drei Jahre vor sowie nach der Förderung, um dadurch einen Vorher-Nachher-Vergleich zu ermöglichen.

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Entschwendung in Haushalten

Verschiedene Mittel helfen dabei, Gebäude zu entschwenden – also die Bedürfnisse mit dem kleinstmöglichen Aufwand zu decken, ohne dabei Ressourcen zu verschwenden. Genau darauf zielt das Förderprogramm „Eiskalt Entschwenden“ ab, für das Anträge auch ab dem 15. Juli beim UEBZ gestellt werden können. Das Programm unterstützt Vorhaben in fünf Bereichen:

· Beim Austausch von Kühlgeräten, die mindestens 15 Jahre alt sind, gibt es einen Zuschuss von 200 Euro. Allerdings muss ein Fachhändler beurteilen, ob ein Gerät sinnvollerweise auszutauschen und durch ein effizienteres zu ersetzen ist.

· Wärmepufferspeicher für Heizung und Warmwasser, die größer als 750 Liter sind, werden bei Neuinstallation und Austausch mit 500 Euro gefördert.

· Der Austausch ineffizienter gegen hocheffiziente Heizungspumpen wird mit 150 Euro bezuschusst.

· Maximal 100 Euro pro Gerät oder 600 Euro pro Haushalt gibt es für die Anschaffung von Verbrauchs-Messgeräten und Modulen für Datenübertragung an DatenClouds.

· Einen Festbetrag pro Quadratmeter Fläche Außenwand, Dach oder Kellerdecke erhält man für das Dämmen mit nachwachsenden Rohstoffen.

Landkreis will klimaneutrale Energiezelle werden

Die Fördermittel stammen aus dem Landesförderprogramm Kommunales Investitionsprogramm Klimaschutz und Innovation (KIPKI), aus dem der Landkreis Mainz-Bingen mehr als drei Millionen Euro erhalten hat (wir berichteten). Der Großteil dieser Gelder wird in die Umsetzung einer versorgungssicheren und klimaneutralen Energiezelle investiert. Denn als „Energiezelle“ möchte Mainz-Bingen sich im Notfall selbständig mit Strom versorgen können und darüber hinaus – um Notfällen vorzubeugen – jederzeit zur Netzstabilität der Region beitragen (wir berichteten). Die drei Förderprogramme sind Teilprojekte auf dem Weg zur Energiezelle und bedienen die Schritte „Entschwendung“ und „Effektive Nutzung von Energie“

Die Antragsformulare sowie die Richtlinien für die Förderprogramme finden sich auf https://www.mainz-bingen.de im Bereich „Klimaschutz“ unter „Förderungen“ und dann „Förderprogramm Landkreis“. Anträge können digital an uebz-foerderung@mainz-bingen.de eingereicht werden. Bei Fragen ist Martina Schnitzler vom UEBZ (Schnitzler.Martina@mainz-bingen.de, 06132/787-2170) erreichbar.

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